PfadnavigationHomePolitikDeutschlandMigrationInnenministerium registriert rund 40.000 Asylerstanträge im ersten HalbjahrStand: 15:55 UhrLesedauer: 2 MinutenDie Zahl der Asylanträge in Deutschland ist im ersten Halbjahr 2026 auf rund 40.000 gesunken. Vor zwei Jahren waren es im selben Zeitraum noch 120.000. Die Grenzbehörde Frontex verzeichnete auch an der EU-Außengrenze einen deutlichen Rückgang der Migration.Das Bundesinnenministerium meldet knapp 40.000 Erstanträge auf Asyl im ersten Halbjahr 2026. Das sind mehr als 20.000 weniger als im gleichen Zeitraum im Vorjahr.In den ersten sechs Monaten dieses Jahres haben viel weniger Menschen einen Asylantrag gestellt als im Vorjahreszeitraum. Nach Informationen aus dem Bundesinnenministerium beantragten im ersten Halbjahr 39.646 Menschen erstmals Schutz in Deutschland. Zum Vergleich: Im ersten Halbjahr des vergangenen Jahres nahm das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) 61.336 Asylerstanträge entgegen. Das waren damals ungefähr halb so viele Erstanträge wie im ersten Halbjahr 2024, als rund 121.000 Asylerstanträge gestellt worden waren.Am 12. Juni trat die europäische Asylreform in Kraft. Darüber war jahrelang verhandelt worden. Die EU-Staaten hatten sich in den vergangenen Monaten noch auf zusätzliche, verschärfte Regeln geeinigt. Dazu zählt etwa, dass EU-Staaten Menschen einfacher in Drittstaaten abschieben können, zu denen diese keinerlei Verbindung haben.Zur Reform gehört auch die Einführung von Rückführungszentren, sogenannten „Return Hubs“. Das hatte das EU-Parlament mit den Stimmen der konservativen EVP-Fraktion und rechtsnationaler Fraktionen beschlossen. Lesen Sie auchBundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte nach seinem Amtsantritt im April 2025 eine Intensivierung der Grenzkontrollen verfügt. Außerdem wies er die Bundespolizei an, auch Asylbewerber zurückzuweisen – mit Ausnahme von Kranken, Schwangeren und anderen Menschen, die besonderer Hilfe bedürfen.Laut Ministerium wurden im ersten Halbjahr dieses Jahres 14.270 Menschen an den deutschen Grenzen zurückgewiesen beziehungsweise zurückgeschoben. Den Angaben zufolge wurden im gleichen Zeitraum 494 mutmaßliche Schleuser festgenommen. Die Polizei stellte demnach zudem 4074 Menschen fest, gegen die ein offener Haftbefehl vorlag.dpa/lfb
Weniger Asylbewerber: Innenministerium registriert rund 40.000 Erstanträge im ersten Halbjahr 2026 - WELT
Das Bundesinnenministerium meldet knapp 40.000 Erstanträge auf Asyl im ersten Halbjahr 2026. Das sind mehr als 20.000 weniger als im gleichen Zeitraum im Vorjahr.







