Antikommunismus ist in den USA tief verwurzelt. Vor den Zwischenwahlen beschimpft der US-Präsident die Demokraten als „Kommunisten“. Ist das erfolgversprechend?

Trump-Anhängerinnen feiern ihren Präsidenten beim Parteitag in Dallas

Evan Vucci/ap

dpa | Glaubt man den Worten von US-Präsident Donald Trump, dann sehen sich die USA gerade ihrer wohl größten Bedrohung ausgesetzt: dem Kommunismus. Er platziert diese Botschaft ständig – bei einer Veranstaltung an einer Schule genauso wie auf der großen Bühne zum 250. Unabhängigkeitstag der USA oder beim Nato-Gipfel in der Türkei. Das Feindbild Kommunismus beschwören Trump und seine Republikaner knapp zwei Monate vor den Zwischenwahlen auch bei ihrem Parteitag in Dallas im Bundesstaat Texas: Wählt uns, sonst kommt die radikale Linke an die Macht, so die Botschaft.

Für Trump scheint dabei wie üblich kein Superlativ drastisch genug: „Kommunismus ist die größte Bedrohung für unser Land in seiner Geschichte – den Ersten Weltkrieg, den Zweiten Weltkrieg, Pearl Harbor und den 11. September eingeschlossen“, sagte er etwa im Juli.