PfadnavigationHomeGeldVerbraucherWELT-KaufberaterWLAN-Repeater im Test – dieser günstige Verstärker bringt Internet in fast jede EckeVon Christian JustStand: 07:51 UhrLesedauer: 8 MinutenEin WLAN-Repeater erweitert die Reichweite des Funknetzes und sorgt so für besseres WLAN im ganzen Haus. Wir haben aktuelle Modelle getestet und verraten, welcher Verstärker der beste ist – und warum vielen schon unser Preis-Leistungs-Sieger genügt.GoogleKlicken Sie hier, um sich Artikel von WELT in der Google-Suche bevorzugt anzeigen zu lassen.Jetzt aktivierenStockt das Streaming, brechen Videokonferenzen ab oder laden Internetseiten nur langsam? Häufig steckt ein schwaches WLAN-Signal dahinter. Ein WLAN-Repeater kann helfen, indem er die Reichweite des Funknetzes erweitert und für eine bessere Versorgung sorgt. Unser Test zeigt, welche Geräte besonders überzeugen.Das Wichtigste in KürzeDen passenden Repeater finden: Entscheidend ist, dass der Repeater zum vorhandenen Router passt. Am besten wählen Sie ein Modell desselben Herstellers.Der FritzRepeater 6000 ist Testsieger. Dank dreier Funkeinheiten und sehr hoher WLAN-Leistung eignet er sich besonders für große Wohnungen und Haushalte mit vielen Geräten. Für die meisten Nutzer reicht der deutlich günstigere FritzRepeater 1200 AX völlig aus. Er bietet starke Leistung, moderne Mesh-Funktionen und ein kompaktes Steckdosen-Design. Wer einen Telekom-Speedport nutzt, fährt mit dem Speed Home WLAN am besten. Die automatische WLAN-Steuerung funktioniert hier besonders reibungslos.Ein guter Repeater sollte mindestens auf 2,4 und 5 Gigahertz funken und WiFi 6 unterstützen. Reine 2,4-GHz-Modelle bremsen moderne Internetanschlüsse oft deutlich aus.Der richtige Standort ist entscheidend. Am besten arbeitet ein Repeater auf halber Strecke zwischen Router und Funkloch, nicht direkt neben dem Router oder im Raum mit dem schlechtesten Empfang.Preis-Leistungs-Sieger: Der FritzRepeater 1200 AX ist oft die beste Wahl Im Test hinterließ der FritzRepeater 1200 AX einen starken Eindruck. Äußerlich wirkt er eher zurückhaltend, in der Praxis liefert er jedoch eine hohe Leistung. Vor allem im schnellen 5-Gigahertz-Band mit dem noch aktuellen WLAN-Standard WiFi 6 erreichte das Gerät im praxisnahen Testaufbau sehr gute Übertragungsraten (944 Megabit pro Sekunde) und konnte dabei sogar einige Router übertreffen. Damit ist er theoretisch in der Lage, selbst schnelle Glasfaseranschlüsse nahezu vollständig auszunutzen, und bietet genug Leistungsreserven, wenn mehrere Personen gleichzeitig Filme streamen, Spiele herunterladen oder Videokonferenzen führen.Auch im etwas langsameren, dafür aber reichweitenstärkeren 2,4-Gigahertz-Band liefert er ordentliche Ergebnisse. An die Spitzenwerte des Testsiegers (FritzRepeater 6000) mit seinen drei Funkeinheiten reicht das kompakte Modell zwar nicht heran. Für viele Nutzer ist es dennoch die bessere Wahl. Dafür sprechen drei Gründe:Dank seiner kompakten Bauweise verschwindet er direkt in einer Steckdose im Flur. Zusätzliche Kabel oder eine Ablagefläche sind nicht nötig. Gerade der Standort spielt eine wichtige Rolle für die Leistung.In Verbindung mit einer aktuellen FritzBox profitieren Nutzer von denselben Mesh-Funktionen wie beim Spitzenmodell. Mesh bedeutet, dass Router und Repeater als ein gemeinsames WLAN-Netzwerk zusammenarbeiten. Dadurch verbinden sich Smartphones, Tablets oder Notebooks automatisch mit dem WLAN-Sender, der gerade die beste Verbindung bietet.Die WLAN-Leistung fällt überzeugend aus. Und trotz seiner kompakten Größe verfügt das Gerät zusätzlich über einen LAN-Anschluss für eine kabelgebundene Verbindung.Testsieger: Der FritzRepeater 6000 ist der beste WLAN-RepeaterWer zahlreiche Geräte gleichzeitig per WLAN versorgen möchte, fährt mit dem FritzRepeater 6000 am besten. Im Test überzeugte das Modell durch hohe Geschwindigkeiten (bis zu 1.016 Mbps im 5-Gigahertz-Band) und die Fähigkeit, seine Funkleistung gezielt auf mehrere Endgeräte gleichzeitig auszurichten. Dafür sorgen zahlreiche Antennen sowie drei separate WLAN-Einheiten. Zwei arbeiten im 5-Gigahertz-Bereich, eine auf 2,4 Gigahertz. Alle unterstützen WiFi 6. Eine der Einheiten wird ausschließlich für die Verbindung zum Router genutzt, um eine möglichst stabile Datenübertragung sicherzustellen.Alternativ lässt sich der Repeater auch per Netzwerkkabel mit dem Router verbinden. Das kann vor allem bei massiven Betondecken oder bei Nebengebäuden von Vorteil sein. Besonders effizient arbeitet das Gerät gemeinsam mit einer aktuellen FritzBox, da die Mesh-Technologie die Signalverteilung automatisch optimiert.Ein weiterer Pluspunkt: Über mehrere LAN-Anschlüsse lassen sich Geräte direkt per Kabel verbinden. Als Nachteil bleiben der vergleichsweise hohe Preis und die stattlichen Abmessungen. Für den Betrieb ist daher ein eigener Stellplatz erforderlich.WiFi 7 zum günstigen Preis: FritzRepeater 1700Wer schon auf die nächste WLAN-Generation setzen möchte, findet im FritzRepeater 1700 eine interessante Alternative. Das Modell kostet nur wenig mehr und bietet zusätzlich Unterstützung für WiFi 7.Der neue Standard bringt verschiedene technische Verbesserungen mit sich. Moderne Geräte wie aktuelle Premium-Smartphones von Samsung oder Apple können mehrere WLAN-Verbindungen gleichzeitig nutzen. Dadurch sind höhere Übertragungsraten und potenziell stabilere Verbindungen möglich.Repeater für Telekom-Kunden: Speed Home WLAN für Speedport-RouterBesitzen Sie einen Speedport-Router der Telekom, ist ein FritzRepeater nicht die ideale Ergänzung. Die intelligente Mesh-Steuerung funktioniert erst vollständig mit einem passenden Repeater aus demselben System. Dafür wurde das Speed Home WLAN entwickelt.Im Test lag das Modell zwar knapp hinter dem FritzRepeater 6000, überzeugte jedoch mit einer insgesamt starken Leistung über mehrere Messpunkte hinweg. Besonders im 5-Gigahertz-Bereich schnitt das Gerät gut ab. Hinzu kommen eine einfache Einrichtung, ein geringer Energieverbrauch und ein attraktiver Preis.Besitzer einer FritzBox sollten dagegen eher zu einem AVM-Modell greifen. Für die automatische WLAN-Optimierung im Haus sind zwei Speed-Home-Geräte erforderlich. Eines wird mit dem Router verbunden, während das zweite an einer zentralen Position im Haushalt platziert wird. Der Preis lag zum Testzeitpunkt bei rund 75 Euro pro Gerät beziehungsweise 150 Euro für ein Doppelpack.So haben wir die WLAN-Repeater getestetEin leistungsfähiger Repeater muss Daten zuverlässig und schnell zwischen Router und Endgeräten weitergeben. Deshalb steht die WLAN-Geschwindigkeit im Mittelpunkt der Bewertung. Darüber hinaus fließen weitere Kriterien in die Gesamtnote ein.WLAN-Geschwindigkeit: Getestet werden bei verschiedenen Entfernungen sowie mit unterschiedlichen Netzwerkkarten mit WiFi 5, WiFi 6 und WiFi 7. Ausschlaggebend ist zudem, wie weit das Signal ohne größere Verluste übertragen werden kann.Optimierungstechnologien: Bewertet werden Funktionen wie Band Steering (automatische Wahl der besten WLAN-Frequenz), Crossband-Repeating (der Repeater nutzt unterschiedliche Frequenzen für die Verbindung zum Router und zu den Endgeräten, um Geschwindigkeitsverluste zu reduzieren) sowie bei WiFi 7 Multi Link Operation, kurz MLO (gleichzeitige Nutzung mehrerer WLAN-Verbindungen).Ausstattung: Faktoren wie LAN-Anschlüsse, Statusanzeigen, Gastnetzwerke und Stromverbrauch fließen in die Bewertung ein.Bedienung: Unterschiede gibt es bei Einrichtung und Verwaltung. Manche Geräte lassen sich bequem per App steuern, andere setzen auf eine Konfiguration über die Benutzeroberfläche.Warum ein älterer WLAN-Standard manchmal genügtViele aktuelle Spitzenmodelle unterstützen WiFi 6 oder bereits WiFi 7. Vor allem auf kurzen Distanzen ermöglicht dies besonders hohe Datenraten. Der Vorteil entfällt jedoch, wenn der vorhandene Router den Standard nicht beherrscht.Auch WiFi 5 kann weiterhin eine gute Leistung bieten, insbesondere wenn der Router pro Frequenzbereich vier Antennen besitzt. In den technischen Daten wird dies häufig als 4x4-Antennenstream angegeben.Wer keinen WiFi-7-Router verwendet, kann daher bedenkenlos zu einem guten WiFi-6-Repeater greifen. Selbst ältere Geräte wie der FritzRepeater 3000 erreichen dank ihrer umfangreichen Antennenausstattung eine überzeugende Leistung. Grundsätzlich liefern neuere Standards ihre größten Vorteile vor allem im Nahbereich und bei hohen Übertragungsgeschwindigkeiten.Diese Fehler sollten Sie vermeidenNicht immer verbessert ein Repeater das WLAN wie gewünscht. Häufig liegt das an einer ungünstigen Nutzung. Zu den gängigsten Fehlern gehören:Der falsche Standort: Der Repeater sollte weder direkt neben dem Router noch in einem Bereich mit bereits sehr schwachem Empfang stehen. Ideal ist ein Ort mit noch guter Verbindung zum Router und gleichzeitig günstiger Lage für die Versorgung entfernter Räume. Dicke Betondecken, Wasserleitungen oder Stahlkonstruktionen können das Signal deutlich abschwächen.Versteckte Geräte: Router und Repeater sollten nicht hinter Hindernissen wie Metallschränken oder Kisten verschwinden. Eine erhöhte Position ist meist deutlich günstiger als die Platzierung auf dem Boden.Zu viele Repeater: Mehr Geräte bedeuten nicht automatisch besseren Empfang. Zusätzliche WLAN-Signale können sich gegenseitig stören. In vielen Fällen genügt bereits ein Repeater, manchmal sind zwei ausreichend.Lässt sich ein Repeater per Kabel verbinden?Ja, und in vielen Situationen ist das sogar sinnvoll. Besonders bei dicken Wänden, mehreren Etagen oder entfernten Gebäuden kann eine Kabelverbindung Vorteile bieten. Zahlreiche Repeater verfügen über mindestens einen LAN-Anschluss, über den sie direkt mit dem Router verbunden werden können. In diesem Fall arbeitet das Gerät technisch als Access Point. Bei AVM wird dieser Betriebsmodus als LAN-Brücke bezeichnet. Dafür muss die entsprechende Einstellung im Menü aktiviert werden.Was kostet ein guter WLAN-Repeater?Einfache Geräte sind bereits ab etwa zehn Euro erhältlich. Modelle unter 40 Euro werben oft mit viel Leistung, unterstützen jedoch meist nur den veralteten WiFi-4-Standard und arbeiten ausschließlich auf 2,4 Gigahertz.Hochwertige Geräte mit Mesh-Unterstützung beginnen bei rund 60 Euro. Leistungsstarke Modelle mit WiFi 6 sind in der Regel ab etwa 70 Euro erhältlich.Fazit: Nicht immer ist das stärkste Modell notwendigFür große Wohnungen oder Häuser in Verbindung mit einer FritzBox ist der FritzRepeater 6000 die beste Wahl. Die meisten Nutzer erhalten jedoch bereits mit dem günstigeren FritzRepeater 1200 AX eine sehr gute WLAN-Erweiterung. Wer einen Telekom-Speedport nutzt, fährt mit dem Speed Home WLAN am besten. Sollte der vorhandene Router an seine Grenzen stoßen, lässt sich die Netzabdeckung mit einem passenden Mesh-System deutlich verbessern.Warum Sie dem WELT‑Kaufberater vertrauen können: Der WELT‑Kaufberater steht für aufwendige Tests und unabhängige Produktempfehlungen, die wirklich helfen. Dafür sorgt das Kompetenzcenter Tech & Mobility (gehört wie WELT zu Axel Springer) mit einer erfahrenen Fachredaktion und eigenem Testlabor. Seit Jahrzehnten stehen diese Experten mit ihren Tests unter anderem bei COMPUTER BILD und AUTO BILD für höchste Qualitätsstandards.Lesen Sie auch