Im Fußball, so beschrieb es der britische Autor und ehemalige Analyst vom FC Liverpool Ian Graham in seinem Buch „Wie man die Premier League gewinnt“, wirken sich Heimspiele in etwa so vorteilhaft auf die Siegchancen einer Mannschaft aus, als würde Lionel Messi, der beste Spieler aller Zeiten, auf seinem Karrierehoch mitspielen. Ob sich das Ganze auf den Basketballsport übertragen lässt, schreibt er nicht. Auch hier beweisen die Statistiken den in wohl jedem Sport besungenen Heimvorteil. Ob es aber dieser ist, der die deutschen Basketballerinnen bei der Weltmeisterschaft zum ersten Mal in ihrer Historie bis ins Viertelfinale getragen hat?
Kantersiege gegen Mali und Südkorea
Nun, geholfen haben die Fans mit Sicherheit. Alle drei Gruppenspiele trug das DBB-Team in ausverkauften Hallen aus. „Es ist wirklich besonders. Ich habe so etwas in meiner Karriere mit dem Nationalteam noch nie erlebt. Wir werden uns noch sehr lange daran erinnern“, sagte Leonie Fiebich am Montagabend. Zuvor hatten sie und ihre Kolleginnen Mali mit 83:58 geschlagen und so den Einzug in die K.o.-Runde gesichert. Es war ein deutlicher Sieg, der umso beeindruckender war, weil das deutsche Team gewaltig unter Druck gestanden hatte. Nach der Auftaktniederlage gegen Spanien, auf die Deutschland mit einem Sieg gegen Japan reagierte, musste ein weiterer Erfolg her, um sicher in die Zwischenrunde zu kommen.














