Bisher lägen sechs Meldungen vor, theoretisch könnten aber auch etwa 1400 Wahlberechtigte betroffen sein.Landeswahlleiter Stephan Bröchler sagte, er nehme den Vorgang sehr ernst: »Menschliche Fehler sind bei keiner Wahl hundertprozentig auszuschließen. Jetzt geht es darum, den Fehler so gut wie möglich zu beheben.« Stimmen, die auf falschen Stimmzetteln abgegeben wurden, sind ungültig.

Um sicherzustellen, dass jede Person den richtigen Stimmzettel habe, werde das Bezirkswahlamt Charlottenburg-Wilmersdorf vorsorglich jene 1400 Wahlberechtigten anschreiben, die betroffen sein könnten und für die an den genannten Tagen Wahlscheine ausgestellt wurden.

Wegner nimmt Innensenatorin Spranger in die PflichtDer Regierende Bürgermeister Kai Wegner teilte mit, er gehe davon aus, dass Innensenatorin Iris Spranger (SPD) und der Landeswahlleiter sicherstellten, dass die Wahl überall in Berlin reibungslos funktioniere – auch in Charlottenburg-Wilmersdorf. »Jede Berlinerin und jeder Berliner muss sich darauf verlassen können, dass Wahlen in Berlin sicher, fair und zugänglich ablaufen«, sagte der CDU-Politiker.

Wer einen falschen Stimmzettel bekommen hat oder sich unsicher ist, kann sich nach Angaben des Landeswahlamts an das Wahlamt wenden und bekommt neue Briefwahlunterlagen. Der abgegebene Wahlschein werde damit ungültig.Eine doppelte Stimmabgabe werde ausgeschlossen, und auch das Wahlgeheimnis bleibe gewahrt, hieß es vom Landeswahlamt. Der für den Wahlkreis richtige Stimmzettel könne online auf der Website des Landeswahlleiters nachgeschaut werden.Die Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus findet am 20. September statt – parallel zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern.Die SPD will mit ihrem Kandidaten Steffen Krach das Rote Rathaus zurückerobern. Im Wahlkampf kritisiert Krach die eigene Partei so hart und häufig wie kaum jemand vor ihm. Lesen Sie hier ein Porträt über Krach.