In der Debatte um den Reformkurs der Bundesregierung hat sich die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger einem Bericht zufolge dafür ausgesprochen, den Eigenanteil für einen Platz im Pflegeheim zu deckeln. „Wir sollten mit der Pflegereform die Kosten für die stationäre Pflege für die Betroffenen begrenzen“, sagte die SPD-Vizevorsitzende den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Dienstag). Konkret warb sie „für einen Pflegekostendeckel, der den pflegebedingten Eigenanteil für Pflegebedürftige bei 1500 Euro deckelt“.Reformen müssten „das Leben von Menschen verbessern“, sagte die SPD-Politikerin und fügte hinzu, ihr Vorschlag sei innerhalb des Versicherungssystems finanzierbar. Er entlaste Pflegebedürftige und ihre Angehörigen „vielfach massiv“. Details zur Finanzierung nannte sie nicht. Pflegebedürftige müssen derzeit durchschnittlich rund 3500 Euro pro Monat Eigenanteil für einen Platz im Pflegeheim zahlen.Rehlinger stellte ihre Forderungen in Zusammenhang mit der Debatte um den Reformkurs der Bundesregierung. „Das wäre ein Punkt, mit dem man auch offensiv werben kann für ein Gesamtpaket“, sagte die SPD-Politikerin.Gesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) hatte angekündigt, die geplante Pflegereform noch einmal zu überarbeiten. Unter anderem will er Änderungen bei der Finanzierung der Rentenbeiträge für pflegende Angehörige vornehmen. Nach dem Wahlsieg der AfD bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt ist die Debatte über die geplanten Reformen der Bundesregierung in ihrer derzeitigen Form neu entbrannt. (AFP)
Horrenden Eigenanteil begrenzen: SPD-Vize Rehlinger fordert Pflegekostendeckel von 1500 Euro
Pflegebedürftige müssen derzeit im Schnitt etwa 3500 Euro Eigenanteil pro Monat für einen Platz im Pflegeheim zahlen. Saarlands Ministerpräsidentin will das ändern.






