Die Golfserie LIV hat nach dem Rückzug des milliardenschweren Geldgebers aus Saudi-Arabien einen Insolvenzantrag gestellt. Durch den Antrag soll es eine Zukunft für das 2022 gegründete Golfprojekt geben. »Dieser Prozess gibt uns die Struktur und die Zeit, eine wegweisende Transaktion zu verfolgen und das nächste Kapitel von LIV Golf einzuleiten«, sagte der Geschäftsführer der LIV-Tour, Scott O'Neil.

Laut einer Mitteilung hat die Golfserie eine Vereinbarung mit der Investmentfirma BC Partners Credit geschlossen. »Die nächste Phase von LIV Golf wird auf einem nachhaltigen Geschäftsmodell und einer engeren Verbindung zwischen den Spielern und der Liga basieren«, kündigte O'Neil an.In dem neuen Modell werde es für Spieler möglich sein, Mehrheitseigentümer zu werden, außerdem soll der Turnierkalender verkleinert werden. 2027 soll der weltweite Spielbetrieb wieder aufgenommen werden, auch wenn dies unter anderem von gerichtlichen Genehmigungen abhänge, hieß es in der Mitteilung.

Kaymer hofft auf Rettung der SerieDer saudi-arabische Investmentfonds PIF hatte im Frühjahr verkündet, die Golf-Liga nur noch bis zum Saisonende zu finanzieren. Neben Topstars wie Jon Rahm, Bryson DeChambeau und Phil Mickelson spielt auch der deutsche Golfprofi Martin Kaymer auf der LIV-Tour.»Ich fände es total schade, wenn es aufhören würde«, sagte Kaymer im Sommer dem »Golf Magazin«. »Ich habe sehr viel Energie in die Liga, in das Projekt und die Vision hineingesteckt.« Er sei fest davon überzeugt, dass die LIV-Tour ein Weg sei, um den Sport populärer zu machen.