Ein 22-Jähriger soll seine Nachbarn getötet haben. Die Innenbehörde will anders mit gewalttätigen psychisch Kranken umgehen – dabei soll er gesund sein.
Der Blick ins Innere ist manchmal schwierig: In der forensischen Psychiatrie werden psychisch kranke Straftäter untergebracht
Felix Kästle/dpa
Hätte der gewaltsame Tod von zwei Menschen, Eltern eines Kleinkinds, in Bremen-Vegesack verhindert werden können? Und wenn ja: Eignet sich der Fall, um auf strukturelle Probleme in der Versorgung psychisch kranker Menschen aufmerksam zu machen?
Aktuell lassen sich diese Fragen – anders als es Opposition und die Lokalzeitung Weser-Kurier wiederholt suggerieren – nicht mit Ja beantworten. So hatte sich der mutmaßliche Täter, ein 22-jähriger Nachbar des Paares, vor der Tat Ende Juni nur einmal so auffällig verhalten, dass die Polizei eingeschritten war. Das geht aus einem Bericht für die parlamentarische Innendeputation hervor, der am Donnerstag vorgestellt werden soll.






