Wenn der chinesische Präsident Xi Jinping in wenigen Wochen US-Präsident Donald Trump besucht, dürfte ein Thema gesetzt sein: der Wettlauf um künstliche Intelligenz. US-Behörden werfen nun mehreren chinesischen KI-Unternehmen vor, US-Technologie systematisch zum Training eigener Modelle genutzt zu haben.Die chinesischen Firmen nutzten Varianten von US-Modellen, um ihre eigenen KI-Produkte zu trainieren, teilten die Nationale Sicherheitsbehörde (NSA), die Agentur ​für Cybersicherheit (CISA) sowie die Bundespolizei FBI mit. Dies geschehe »wahrscheinlich ⁠mit ⁠Wissen der chinesischen Regierung«. In China ansässige KI-Firmen betrieben »aggressive, böswillige und gezielte Destillationsaktivitäten im industriellen Maßstab« und nutzten dabei ‌eine als »Destillation« bekannte Methode. Konkret wurden ​die chinesischen ‌Firmen DeepSeek, Moonshot AI, Alibaba, MiniMax und StepFun genannt. Eine Stellungnahme der Unternehmen lag zunächst nicht vor.Bei der sogenannten Destillation werden kleinere KI-Modelle mit den Ergebnissen größerer, teurerer Modelle trainiert, um ‌die Entwicklungskosten für neue KI-Werkzeuge zu senken.

Die Vorwürfe werden zu einem Zeitpunkt laut, an dem ‌sich die Regierung von US-Präsident ​Donald Trump ‌auf einen Besuch des chinesischen Präsidenten Xi ‌Ende ​September in den USA vorbereitet. Zudem planen beide Staaten der Nachrichtenagentur Reuters ​zufolge für Mitte ⁠September einen Dialog über ​KI-Sicherheitsrisiken.