Wohl kaum eine TV-Sendung legt sich so furchtlos und genüsslich mit dem US-Präsidenten an wie »South Park« (mehr dazu hier ). Da kommt es wenig überraschend, dass die Macher der US-Animationsserie auch zu den jüngsten Irrungen und Wirrungen des Donald Trump etwas zu sagen haben. Und ihr Statement hat es in sich: Wie die Erfinder Matt Stone und Trey Parker mitteilen, wird die Sendung in ihrer 29. Staffel in »South America« umbenannt.

Dahinter steckt eine Anspielung auf Trump, der derzeit selbst allerhand Umbenennungen angestoßen hat (mehr hier ). Zuletzt ließ er im Zollstreit mit Kanada den Lake Ontario in Lake America umtaufen.Dazu sagen Stone und Parker sarkastisch: »Inspiriert von der Tapferkeit und Patriotismus, den Apple und Google beweisen, ändern wir den Namen von South Park in South America.« Die beiden US-Konzerne hatten Trumps Anweisung brav befolgt und den Lake Ontario auf ihren Kartendiensten umbenannt. Unklar ist, wie lange »South Park« seinen neuen Namen behalten wird.

Trump hat in seiner zweiten Amtszeit wiederholt mit Ansprüchen auf ausländisches Territorium für Irritationen gesorgt. Mehrfach erwog er öffentlich, Kanada zum 51. Bundesstaat der USA zu machen. Den Golf von Mexiko benannte er gleich am ersten Tag seiner zweiten Amtszeit im Januar 2025 per Dekret in »Golf von Amerika« um, was Mexiko jedoch nicht akzeptiert. Für den Sprachgebrauch in den USA ist eine Umbenennung ohne Zustimmung der Anrainerstaaten möglich. Auch für den US-Bundesstaat New Mexico hat er Ideen (mehr dazu hier).