Schlechte Nachrichten für den neuen Finanzminister Großbritanniens: Das Vereinigte Königreich muss für neue Schulden so hohe Zinsen zahlen wie noch nie. Die für das Schuldenmanagement der Regierung zuständige Behörde UK Debt Management platzierte eine 30-jährige Staatsanleihe im Volumen von 4,25 Milliarden Pfund. Die Rendite lag bei 5,8168 Prozent und damit so hoch wie bei keiner vergleichbaren Emission seit Gründung der Finanzagentur 1998. Dies zementiert die zuletzt stark gestiegenen Zinskosten und erhöht den Druck auf den Staatshaushalt des neuen Finanzministers John Healey.Die hohen Zinsen spiegeln die angespannte Lage an den globalen Finanzmärkten wider. Sorgen über eine anhaltende Inflation, angefacht durch höhere Ölpreise infolge des Kriegs zwischen den USA und Iran, haben die Kosten für langfristige Kredite weltweit in die Höhe getrieben. Großbritannien ist davon besonders betroffen und hat nach Australien bereits die zweithöchsten Finanzierungskosten unter den großen G10-Industriestaaten. Die Entwicklung erschwert die Haushaltsplanung für Healey, der am 28. Oktober seinen ersten Etat vorlegen will und auf Haushaltsdisziplin pocht. Schon vor der jüngsten Eskalation im Nahen Osten war der finanzielle Spielraum der Regierung äußerst gering.
Großbritannien zahlt Rekordzinsen für neue Schulden
Die britische Regierung zahlt auf eine Staatsanleihe so hohe Zinsen wie noch nie seit Gründung der staatlichen Schuldenverwaltung. Das erschwert die Haushaltsplanung des neuen Finanzministers.








