Die Fahrzeugexporte steigen, die Inlandsverkäufe brechen ein. Die Autobranche zeigt das Dilemma des chinesischen Wachstumsmodells deutlich.

Stau in Peking: Die Kon­su­men­t:in­nen in China halten sich mit Autokäufen seit 11 Monaten zurück

Maxim Shemetov/reuters

Chinas Aufstieg zur globalen Automacht ist beispiellos: Im August haben die Pkw-Produzenten in der Volksrepublik knapp 900.000 Fahrzeuge ins Ausland exportiert, wie aus den am Dienstag veröffentlichten Zahlen des Branchenverbands CPCA hervorgeht. Damit stiegen die monatlichen Ausfuhren im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 78 Prozent. Sie entsprechen mittlerweile rund einem Fünftel dessen, was die deutsche Autoindustrie produziert – im gesamten Jahr.

Viel Grund zum Feiern haben die chinesischen Autobauer dennoch nicht, denn der Exportboom geht mit einer einbrechenden Binnennachfrage einher. Im August ist die Zahl der in China verkauften Fahrzeuge den elften Monat in Folge gesunken – zuletzt um knapp 24 Prozent. Die Autobranche zeigt das grundlegende Dilemma des chinesischen Wachstumsmodells wie durch ein Brennglas.