Wir sind nicht aufgeregt genug: So lautet eine Kernbotschaft der ehemaligen Bundeskanzlerin Angela Merkel zum Thema KI. Merkel sprach in Köln auch über eigene Erfahrungen mit Chatbots.

08.09.2026, 17.43 Uhr

Ehemalige Kanzlerin Angela Merkel: Am Dienstag trat sie auf einer Kölner Digitalkonferenz auf

Angela Merkel, 72, ist offenbar keine Heavy Userin von KI-Tools. Ein langes Gespräch mit einem Chatbot jedenfalls habe sie noch nicht geführt, sagte die frühere Bundeskanzlerin auf der Kölner Digitalkonferenz Digital X, einer Veranstaltung der Deutschen Telekom. Sie tue sich schon schwer dabei, Fragen an die KI persönlich zu formulieren, erklärte der Stargast der Branchenkonferenz.

Auf die Frage der Publizistin Miriam Meckel, ob sie ihr Leben mit Chatbots bespreche, antwortete Merkel: »Nein, um Gottes willen.« Solange sie nette menschliche Gesprächspartner habe, brauche sie sich nicht mit einem Bot zu besprechen.Auf das Schreiben von Reden habe sie sich aber bereits mithilfe von KI vorbereitet, verriet die CDU-Politikerin. Dabei habe sie gemischte Erfahrungen gemacht: So habe die KI eine Falschannahme von ihr über eine berufliche Station eines indischen Politikerkollegen zunächst einfach als Fakt behandelt und sogar mit weiteren Details ausgeschmückt. Erst bei einer im Anschluss zusätzlich angebotenen Faktenprüfung habe das Tool den Fehler bemerkt. »Man muss sehr aufpassen, dass diese Chatbots eigentlich einfach gefallen wollen«, so Merkel.