Norwegen hat Passagiere und Teile der Besatzung des beschlagnahmten russischen Kreuzfahrtschiffes »Professor Moltschanow« in ihre Heimat zurückgebracht. Die 69 russischen Bürgerinnen und Bürger seien am Dienstag über die norwegische Stadt Kirkenes ausgeflogen worden, so der Gouverneur von Svalbard, Lars Fause, in einer Mitteilung. Fause hatte zuvor bereits angekündigt, man werde »alles daransetzen, die Besatzung und die Passagiere zurück nach Russland zu bringen.«Die »Professor Moltschanow« war vergangene Woche auf Betreiben des staatlichen ukrainischen Energiekonzerns Naftogaz beschlagnahmt worden. Grundlage war ein norwegischer Gerichtsbeschluss. Er setzt die Entscheidung eines Schiedsgerichts durch, das Russland zu Entschädigungszahlungen an Naftogaz verpflichtet hatte. Dabei geht es um Vermögenswerte, die Russland bei der Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim 2014 beschlagnahmt hatte.Der Gouverneur von Spitzbergen erklärte laut norwegischem Rundfunk, man habe in dem Konflikt nicht Partei ergriffen, nur geltendes Recht umgesetzt. Dennoch hatte der Vorfall die Spannungen zwischen Russland und dem Nato-Mitglied Norwegen erhöht. Die russische Botschaft in Norwegen forderte am Donnerstag die »sofortige Freigabe« des Schiffes und kündigte Rechtsmittel gegen die Maßnahme an. Die Beschlagnahmung der »Professor Moltschanow« sei ein »politisch motivierter Verstoß gegen das Völkerrecht«.
In der Arktis festgesetzt: Norwegen fliegt Passagiere von beschlagnahmtem Schiff zurück nach Russland
Passagiere und Teile der Besatzung des russischen Kreuzfahrtschiffs »Professor Moltschanow« sind wieder in ihrer Heimat angekommen. Norwegen hatte das Schiff vergangene Woche auf der Insel Spitzbergen festgesetzt.











