Der ukrainische Verband protestiert vorerst mit Erfolg gegen die Zulassung russischer Eiskunstläufer. Man stört sich etwa an der Putinnähe von Walijewa.

Vertrautes Bild in Russland: In Kasan sitzen Wladimir Putin und die Spitzensportlerin Kamila Walijewa nebeneinander

Anadolu Agency/imago

M it dem Beginn der russischen Vollinvasion in der Ukraine hat die Internationale Eislaufunion (ISU) russische Eiskunstläufer von internationalen Wettkämpfen ausgeschlossen. In dieser Saison sind sie wieder zugelassen, obwohl der Krieg noch immer tobt. Laut der ISU dürfen sie als neutrale Sportler bei internationalen Wettbewerben starten, ohne Fahne und ohne Hymne. Zugelassen werden soll laut ISU nur, wer nicht in Militär- oder Sicherheitsorganen Russlands dient, keinem Armeesportverein angehört, wer seit Februar 2022 nicht aktiv an Handlungen gegen die Ukraine beteiligt war und seitdem nicht öffentlich die Position Russlands unterstützt hat.

Bisher haben 75 russische Kufenkünstler eine Zulassung erhalten. Die Zahl erscheint hoch, doch dazu muss man wissen, dass Eiskunstlauf in Russland äußerst populär ist. Und Putin schmückt sich auch mit den Leistungen der Eiskunstläufer, missbraucht sie für seine Propaganda. Etliche lassen dies bereitwillig zu.