In den Philippinen geht der Machtkampf der Familienclans Marcos und Duterte vor dem Hintergrund massiver Korruptionsvorwürfe in eine neue Runde.

Martin Romualdez im Februar 2025 bei einer Anhörung im ersten Amtsenthebungsverfahren gegen Vizepräsidentin Sara Duterte

Gerard Carreon/ap

Der frühere philippinische Parlamentspräsident Martin Romualdez ist am Montag in Manila unter Korruptionsverdacht festgenommen worden. Ihm wird vorgeworfen, Schmiergelder in Millionenhöhe aus Hochwasserschutzprojekten eingestrichen zu haben. Viele Projekte wurden in dem regelmäßig von schweren Taifunen heimgesuchten Land nach bisherigen Erkenntnissen überhaupt nicht gebaut.

Romualdez ist ein Cousin und früherer Vertrauter von Präsident Ferdinand „Bongbong“ Marcos Jr.; der Sohn des 1986 gestürzten langjährigen Diktators Ferdinand Marcos Sr. Romualdez galt lange als potenzieller Wunschnachfolger des jetzigen Präsidenten für die nächsten Präsidentschaftswahlen 2028. Marcos darf dann nicht mehr antreten.