Mehr Betreuungsplätze für Kinder verändern langfristig das Erwerbsleben von Müttern. Laut einer Studie trägt der Ausbau von Kinderbetreuung erheblich dazu bei, dass Frauen nach der Geburt mehr arbeiten und langfristig mehr verdienen.Das Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hatte dafür untersucht, wie sich regionale Unterschiede beim Ausbau der öffentlichen Kinderbetreuung für unter Dreijährige in Deutschland auf die Erwerbsverläufe von Müttern auswirken. Die positiven Effekte auf das Einkommen der Mütter bestehen demnach sogar nach Ende der Kitazeit der Kinder fort.
Betreuung beeinflusst Karriere von Müttern»Die frühkindliche Betreuung beeinflusst auch die weitere Karriereentwicklung von Müttern dauerhaft«, erklärte IAB-Forscherin Lisa-Marie Duletzki. »So arbeiten Frauen langfristig häufiger in Vollzeit und weniger in geringfügiger Beschäftigung wie Minijobs.«Mütter übernehmen ihr zufolge nach wie vor nach der Geburt des ersten Kindes den Großteil der Kinderbetreuung und reduzieren dafür ihre Erwerbstätigkeit, was oft auch langfristig Einbußen beim Einkommen mit sich bringt.
In der Untersuchung zeigte sich, dass Mütter seit der Elterngeldreform 2007 höhere Einkommen erzielten. 56 Prozent des gesamten Rückgangs bei den Erwerbseinbußen gingen demnach auf den Ausbau der Kinderbetreuung zurück.Besonders stark zeigten sich die positiven Effekte laut der Studie in Regionen, in denen Mütter nach der Geburt häufig ihre Erwerbstätigkeit reduzierten oder langfristig deutlich höhere Einbußen beim Arbeitseinkommen verzeichneten. Diese Regionen hatten demnach vor dem Ausbau häufig niedrigere Betreuungsquoten.







