Nach dem Wahlsieg der Rechtsextremen in Sachsen-Anhalt ruft Campact erneut zu Demos gegen rechts auf. Der Auftakt in Berlin war eher Selbstbeweihräucherung.
Verständliches Bedürfnis nach Fürsorge: Demonstrant*innen in Berlin am Montagabend
Fabian Sommer/dpa
D as Erste, was die Rednerin der Kampagnenplattform Campact den Tausenden Menschen vor dem Brandenburger Tor mitteilen will, ist Folgendes: „Die AfD hat die absolute Mehrheit verpasst. Das ist das Resultat der Arbeit von Tausenden engagierten Menschen vor Ort!“ Tosender Applaus bricht aus. Als hätte die AfD nicht gerade 44 Prozent in Sachsen-Anhalt erreicht, als würden die Chancen nicht darauf stehen, dass erstmals seit 1945 eine zu weiten Teilen faschistische Landesregierung kommen wird – dahingestellt, ob nun wegen des BSW oder einiger abtrünniger CDUler.
In aller Fairness: Die Rednerin hat danach noch viel Sinnvolles gesagt. Dass es allen Grund zur Angst gebe, etwa. Oder dass nun gelte, Solidarität mit den wunderbaren Menschen in Sachsen-Anhalt zu zeigen, die in den vergangenen Monaten über ihre Grenzen hinaus gegangen sind, um gegen die AfD zu mobilisieren. Und dass es jetzt um den Schutz von jenen gehen müsse, die von den Faschist:innen bedroht sind: migrantisierte Menschen, Queers, Linke. Das alles ist richtig.











