Stand: 07.09.2026 • 21:11 Uhr

Eine Mehrheit der Deutschen blickt mit Sorge auf den Ausgang der Wahl in Sachsen-Anhalt. Im DeutschlandTrend extra ist zugleich jeder Zweite der Meinung, die anderen Parteien sollten die AfD stärker einbinden.

Am Tag nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ist die große Mehrheit der Deutschen besorgt über das Ergebnis. Der Blick auf die Politik der Bundesregierung ist noch kritischer geworden. Und zum künftigen Umgang mit der AfD gibt es sehr unterschiedliche Meinungen. Das sind die Ergebnisse einer repräsentativen Blitzbefragung, die infratest dimap an diesem Montag für die ARD unter 1.051 Wahlberechtigten in Deutschland durchgeführt hat.

Das überraschende Ergebnis der bundesweiten Umfrage: Knapp die Hälfte der Wahlberechtigten ist der Ansicht, dass der AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund nach dem mit 43,8 Prozent deutlichen Wahlsieg der AfD vom Landtag auch zum Ministerpräsidenten gewählt werden sollte. 45 Prozent sehen das so. 48 Prozent sind nicht dieser Ansicht.

Natürlich befürworten die Anhänger der AfD diesen Schritt, aber auch unter den Anhängern der Union gibt es ein gutes Drittel, unter denen der Grünen knapp ein Fünftel, die den Schritt für folgerichtig halten. Dabei sieht eine deutliche Mehrheit der Befragten (64 Prozent) das Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt mit Sorge. Jeder Vierte (24 Prozent) zeigt sich erfreut, der Rest schaut mit Gleichgültigkeit darauf.