PfadnavigationHomePolitikAuslandVerkehr eingebrochen„Jedes Schiff auf Sanktionsliste“ – Iran plant „Sperrzone“ um Straße von HormusStand: 07.09.2026Lesedauer: 2 MinutenHandelsschiffe in der Straße von Hormus im Iran Quelle: Vahid Salemi/AP/dpaNach gegenseitigen Angriffen der USA und des Iran ist der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus eingebrochen. Jetzt will der Iran nahe der wichtigen Handelsroute eine „Sperrzone“ einrichten. Trump wiederum hat andere Pläne.GoogleKlicken Sie hier, um sich Artikel von WELT in der Google-Suche bevorzugt anzeigen zu lassen.Jetzt aktivierenDer Iran will Medienberichten zufolge nahe der strategisch wichtigen Straße von Hormus eine „Sperrzone“ einrichten. In den kommenden Tagen werde „eine Sperrzone außerhalb der Straße von Hormus verkündet“, sagte der Chef des Obersten Nationalen Sicherheitsrats, Mohsen Resaei, am Sonntag im iranischen Staatsfernsehen. „Diese Zone beginnt an der Blockadelinie der US-Marine und umfasst Gebiete des Persischen Golfs“, führte er aus. „Jedes Schiff, das in diese neue Zone einfährt, wird auf eine Sanktionsliste gesetzt.“Im seit mehr als sechs Monaten andauernden Iran-Krieg ist die Straße von Hormus Schauplatz zahlreicher Gefechte. Teheran hat die für den Welthandel enorm wichtige Meerenge weitgehend blockiert, im Gegenzug verhängten die USA eine Seeblockade iranischer Häfen. Die Ölpreise stiegen weltweit an.Lesen Sie auchDer Iran hat aufgrund der US-Seeblockade mit Schwierigkeiten beim Ölimport zu kämpfen. Am Sonntag kündigte Teheran eine Erhöhung der Kraftstoffpreise für Großverbraucher an. Betroffen ist Regierungssprecherin Fatemeh Mohadscherani zufolge die dritte Stufe des Kontingentsystems, das diese Preise regelt. Mohadscherani erklärte laut staatlichen Medien, dass sich der Preis in dieser dritten Stufe „ab dem 8. September auf 10.000 Toman (umgerechnet 3,9 Cent) verdoppeln“ werde. Die Preise für die ersten beiden Stufen bleiben demnach jeweils unverändert. Der Toman ist eine informelle Währungseinheit. Ein Toman entspricht zehn iranischen Rial. Der Iran ist einer der weltweit größten Ölproduzenten. Dank eines Subventionssystems sind Kraftstoffe in dem Land relativ günstig. Jede Preisänderung gilt daher als politisch heikel.Schiffsverkehr auf niedrigstem Stand seit MaiNach gegenseitigen Angriffen der USA und des Iran auf Tanker ist der Schiffsverkehr in der Straße ⁠von ​Hormus auf den ‌niedrigsten Stand seit Mai eingebrochen. In den vergangenen zehn Tagen passierten im Durchschnitt nur noch zehn Frachtschiffe pro Tag die Meerenge, wie aus Daten des Analyseunternehmens Kpler hervorgeht. Am ‌Samstag durchquerten demnach lediglich ⁠zwei ​Schiffe die wichtige Handelsroute, am Sonntag waren es ⁠sechs. Ein Tanker aus Saudi-Arabien habe beim Versuch, die Meerenge zu verlassen, ‌umkehren müssen, ⁠zeigten LSEG-Daten. ‌Zudem ​habe laut ⁠Kpler ​seit Mittwoch kein einziger Supertanker die ‌Straße ​von Hormus verlassen.Unterdessen postete US-Präsident Donald Trump am Sonntag auf seinem reichweitenstarken Truth-Social-Account eine Karte der Straße vom Hormus mit der Überschrift „New U.S. Territory“. afp/gold