Erst am Wochenende waren nach längerer Pause wieder Gefechte an der Straße von Hormus aufgeflammt. So meldete das US-Militär, man habe einen iranischen Öltanker zerstört (mehr dazu hier). Jetzt kommt ein neuer Vorstoß aus Teheran. Iran will Medienberichten zufolge nahe der strategisch wichtigen Straße von Hormus eine »Sperrzone« einrichten.
In den kommenden Tagen werde »eine Sperrzone außerhalb der Straße von Hormus verkündet«, sagte der Chef des Obersten Nationalen Sicherheitsrats, Mohsen Resaei, am Sonntag im iranischen Staatsfernsehen.»Diese Zone beginnt an der Blockadelinie der US-Marine und umfasst Gebiete des Persischen Golfs«, führte er aus. »Jedes Schiff, das in diese neue Zone einfährt, wird auf eine Sanktionsliste gesetzt.«
Am Samstag durchquerten demnach lediglich zwei Schiffe die Handelsroute, am Sonntag waren es sechs. Ein Tanker aus Saudi-Arabien habe beim Versuch, die Meerenge zu verlassen, umkehren müssen, zeigten LSEG-Daten. Zudem habe laut Kpler seit Mittwoch kein einziger Supertanker die Straße von Hormus verlassen.Iran hat aufgrund der US-Seeblockade mit Schwierigkeiten beim Ölimport zu kämpfen. Am Sonntag kündigte Teheran eine Erhöhung der Kraftstoffpreise für Großverbraucher an. Betroffen ist Regierungssprecherin Fatemeh Mohadscherani zufolge die dritte Stufe des Kontingentsystems, das diese Preise regelt.Mohadscherani erklärte laut staatlichen Medien, dass sich der Preis in dieser dritten Stufe »ab dem 8. September auf 10.000 Toman (umgerechnet 3,9 Cent) verdoppeln« werde. Die Preise für die ersten beiden Stufen bleiben demnach jeweils unverändert. Der Toman ist eine informelle Währungseinheit. Ein Toman entspricht zehn iranischen Rial.








