Mindestens fünf Tote bei Unfall mit Amazon-Frachtflugzeug in MiamiEin Frachtflugzeug des Online-Versandhändlers Amazon schiesst bei der Landung in Miami über die Landebahn hinaus. Es gibt Tote und Verletzte.07.09.2026, 09.54 Uhr3 LeseminutenDas Flugzeug schoss über die Landebahn in Miami hinaus und rammte mehrere Fahrzeuge.D. A. Varela / EPAjsc. Bei einem Unfall eines Amazon-Frachtflugzeugs am Flughafen Miami im amerikanischen Gliedstaat Florida sind mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Fünf weitere seien verletzt ins Krankenhaus gebracht worden, erklärten Behördenvertreter und die Polizei an einer Pressekonferenz. Drei von ihnen befänden sich in kritischem Zustand.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Das Flugzeug war am Sonntagnachmittag (Ortszeit) über die Landebahn hinausgeschossen und hatte Feuer gefangen. Laut der Feuerwehr rammte die Maschine mehrere Fahrzeuge. Mindestens zwei Menschen seien in Fahrzeugen eingeklemmt worden, die von dem Flugzeug getroffen worden seien. Auch der Pilot und der Co-Pilot seien im Flugzeug eingeklemmt worden. Zur Identität der Verstorbenen machten die Behörden zunächst keine Angaben.Das Flugzeug war eine 32 Jahre alte Frachtmaschine vom Typ Boeing 767-300. Laut dem Flugverfolgungsdienst Flightradar24 war das Flugzeug von 1994 bis 2015 als Passagierjet für verschiedene Fluggesellschaften im Einsatz gewesen. Am Sonntag war das Flugzeug in San Juan auf der Karibikinsel Puerto Rico gestartet. Die amerikanische Luftfahrtbehörde (FAA) teilte auf der Plattform X mit, dass die Maschine nach der Landung am Miami International Airport über die Landebahn hinausgeschossen sei.Laut Flightradar24 war das Flugzeug mit über 200 km/h unterwegs, als es die nutzbare Landebahn verliess. Fotos zeigen den Jet nach dem Absturz mit der Nase am Boden und dem Heck nach oben geneigt. Die rechte Seite des Flugzeugs weist offenbar Brandspuren auf.Unfälle mit Flugzeugen, die über die Landebahn hinausschiessen, gibt es immer wieder. Vor zwei Jahren kamen in Südkorea 179 Menschen bei einem solchen Vorfall ums Leben. Spezielle Auffangsysteme am Ende der Landebahn, wie sie etwa der Flughafen Zürich kennt, können derartige Unfälle verhindern.Das Flugzeug rammte mehrere Fahrzeuge.ImagoTeam zur Untersuchung entsandtLaut der Feuerwehr von Miami-Dade waren mehr als 60 Rettungseinheiten und rund 200 Einsatzkräfte vor Ort. Der Flughafen in Miami stellte vorübergehend den Flugverkehr ein. Bis Sonntagabend konnten zwei der vier Landebahnen wieder geöffnet werden. Miami zählt zu den grossen Verkehrsflughäfen der USA. Am Wochenende waren wegen eines Feiertags am Montag viele Amerikanerinnen und Amerikaner auf Reisen unterwegs.Die Frachtfluggesellschaft 21 Air betrieb das Flugzeug für Amazon, wie ein Amazon-Sprecher mitteilte. 21 Air zeigte sich in einem Statement auf ihrer Website erschüttert über den Unfall und sprach Mitgefühl für die Familien und Angehörigen der Opfer aus. Boeing und 21 Air kündigten an, die behördlichen Ermittlungen zum Absturz zu unterstützen.Amazon sammle derzeit noch Details zum Hergang, sagte die Unternehmenssprecherin Kelly Nantel. «Wir arbeiten eng mit den örtlichen Behörden und Vertretern zusammen, um genau zu verstehen, was passiert ist», so Nantel in einer Stellungnahme. «Im Moment gilt unsere absolute Priorität der Sicherheit, dem Wohlergehen und der Versorgung aller Beteiligten.»Das National Transportation Safety Board (NTSB), das zivile Luftfahrtunfälle in den USA untersucht, hat laut eigenen Angaben ein Team zur Untersuchung des Unfalls entsandt. Die erste Medienkonferenz in Miami werde am Montag stattfinden.Schon einmal war ein Flugzeug von Amazon Prime Air in einen tödlichen Unfall verwickelt. Im Februar 2019 stürzte eine Boeing-767-300-Frachtmaschine in der Trinity Bay in Texas ab. Alle drei Insassen kamen dabei ums Leben.Ein beschädigtes Auto steht am 8. September 2026 beim Flughafen in Miami.National Transportation Safety via ReutersMit AgenturmaterialPassend zum Artikel