Der Bau von Rechenzentren sorgt für Proteste. Wie man die ernst nehmen und dennoch für digitale Souveränität sorgen kann, erklären zwei IT-Experten.

Ein neues Rechenzentrum soll in Lübbenau entstehen – schafft es Vorteile für die Menschen vor Ort?

Patrick Pleul/dpa

taz: Rechenzentren sind meist ziemlich klimaschädlich. Gleichzeitig brauchen wir sie, wenn wir uns nicht abhängig machen wollen von Anbietern aus den USA. Wie kommen wir raus aus diesem Dilemma?

Max Schulze: Klar, digitale Souveränität ist sinnvoll. Aber dafür reicht es nicht, dass Rechenzentren in Deutschland stehen. Sie müssen auch von hiesigen Unternehmen betrieben werden und dazu führen, dass wir etwas von der Wertschöpfung mitnehmen können. Doch das ist längst nicht bei allen Rechenzentren hierzulande der Fall – denn auch US-Konzerne und -Investoren bauen hier.