Zehntausende fordern die sofortige Beseitigung des Giftmülls. Ihr Zorn richtet sich vor allem auf die lokalen Behörden.
„Gifte aus Kroatien entfernen“ fordern diese Demonstranten in Zagreb am 5. September
reuters / Borut Zivulovic
Zehntausende Menschen demonstrierten am Freitag in Zagreb wegen eines Umweltskandals: In der gebirgigen Region Lika rund um die Stadt Gospić wurden in den letzten Jahren schätzungsweise über 30.000 Tonnen Müll auf einer Industriebrache gelagert, entstanden ist ein Berg aus giftigen Abfällen aus Industrie- und Medizinmüll.
Zehntausende Menschen aus ganz Kroatien reisten zu den Massenprotesten in die Hauptstadt Zagreb. Unter dem Motto „Lauf für die Lika, lauf für Kroatien“ schlossen sich Bürgerinitiativen, Umweltorganisationen, Gewerkschaftsbünde sowie Kriegsveteranenverbände zusammen. Die Demonstranten warfen der Regierung Untätigkeit vor und forderten die sofortige Sanierung und Säuberung der betroffenen Mülldeponien. Außerdem verlangten sie ein temporäres Importverbot für Müll sowie strenge Maßnahmen gegen den illegalen Müllimport aus anderen EU-Ländern.











