Der massiv unter Druck stehende Fifa-Präsident Gianni Infantino möchte sich im kommenden Jahr zur Wiederwahl stellen. »Der Fifa-Präsident hat im April angekündigt, dass er 2027 zur Wiederwahl antreten wird. Natürlich hat sich daran nichts geändert«, sagte eine Sprecherin des Weltfußballverbands.

Es ist das erste Mal seit Beginn des Skandals um Infantinos gescheiterten Investorenplan nach der Weltmeisterschaft im Sommer, dass die Fifa erklärt hat, ihr Präsident werde für eine vierte Amtszeit kandidieren.Infantinos Plan, Fifa-Wettbewerbe an private Investmentfirmen zu verkaufen, löste weltweit Empörung aus. Der europäische Fußballverband Uefa drohte mit einem Boykott aller Fifa-Wettbewerbe, einschließlich der Weltmeisterschaft. Andere Kontinentalverbände schlossen sich der Uefa an.

Obwohl die Pläne inzwischen vom Tisch sind, bleibt Infantino umstritten. Die Europäische Fußball-Union Uefa will Infantinos Wiederwahl beim Fifa-Kongress im kommenden März verhindern. Uefa-Boss Aleksander Čeferin gilt als einer der schärfsten Kritiker Infantinos. Der Slowene selbst hatte aber angekündigt, den 56-Jährigen nicht herauszufordern. Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 18. November. Infantino hat das Amt seit 2016 inne.