Viertes Match, vierte Spätschicht? Wenn es nach Alexander Zverev geht, würde er auch im Achtelfinale der US Open gern in der Night Session antreten. »Ich möchte nicht tagsüber spielen, weil ich im Rhythmus bin«, sagte der deutsche Tennisstar nach seinem souveränen Dreisatzsieg in der dritten Runde gegen Alejandro Tabilo (6:2, 7:6 (7:2), 6:2) in New York.Zverev hat sich an die ungewöhnlichen Zeiten gewöhnt. Er sei bislang nicht ein einziges Mal vor vier, fünf Uhr schlafen gegangen. »Da möchte ich jetzt nicht um zwölf spielen«, sagte er. Zverev rechnet fest damit, dass er auch gegen den Italiener Luciano Darderi am Abend im Arthur Ashe Stadium ran muss: »Der Turnierdirektor ist supernett, er gibt mir die Wahl.«

Bei Zverev selbst zeigte jetzt im dritten Spiel die Formkurve nach zwei holprigen Fünfsatzkrimis nach oben. Besonders im ersten und dritten Satz präsentierte sich der Hamburger deutlich verbessert und überstand auch Frustmomente. Anfang des dritten Durchgangs warf Zverev seinen Schläger wütend an die Wand hinter der Grundlinie – durfte aber nach 2:25 Stunden Spielzeit um 1.09 Uhr jubeln.Die Topkonkurrenz wird wenigerDie Chance auf den zweiten Grand-Slam-Titel wird für Zverev, den Sieger von Roland Garros in Paris, auch aufgrund der schwächelnden Konkurrenz immer größer. Am Samstag verabschiedeten sich sein amerikanischer Angstgegner Taylor Fritz und French-Open-Finalgegner Flavio Cobolli aus Italien als nächste Titelanwärter aus dem Turnier. Zuvor waren auch der an Nummer drei gesetzte Félix Auger-Aliassime aus Kanada und Novak Djokovic früh gescheitert. Zudem fehlt Jannik Sinner als Weltranglistenerster verletzt.