PfadnavigationHomeSportTennisUS OpenWütend schleudert Zverev den Schläger an die Wand, am Ende aber wird es versöhnlichStand: 06.09.2026Lesedauer: 4 MinutenWieder musste Zverev bei den US Open die Nightsession bestreiten, dieses Mal aber brauchte er nur 2:25 Stunden Quelle: Getty Images via AFP/JULIAN FINNEYAlexander Zverev ist ins Achtelfinale der US Open eingezogen. Der Frust spielt beim deutschen Tennisstar zwar mit. Immerhin aber kann er gegen den Chilenen Tabilo ein Muster durchbrechen.GoogleKlicken Sie hier, um sich Artikel von WELT in der Google-Suche bevorzugt anzeigen zu lassen.Jetzt aktivierenAlexander Zverev hat bei den US Open das nächste kräftezehrende Mammutmatch vermieden und ist im Eiltempo ins Achtelfinale eingezogen. Der French-Open-Sieger gewann das Duell mit Alejandro Tabilo aus Chile mit 6:2, 7:6 (7:2) und 6:2 und überstand dabei auch zeitweilige Frustmomente.Im dritten Satz warf Zverev seinen Schläger wütend an die Wand hinter der Grundlinie im Arthur-Ashe-Stadium – durfte aber dank einer stabilen Leistung nach 2:25 Stunden Spielzeit um 1.09 Uhr jubeln. Für die ersten beiden Siege beim Grand-Slam-Turnier in New York hatte Zverev insgesamt noch neuneinhalb Stunden gebraucht. Nun sparte der 29-Jährige wertvolle Energie für das Achtelfinale gegen den an Nummer 21 gesetzten Italiener Luciano Darderi.Für Zverev war es der 16. Erfolg über einen Linkshänder in Serie. Wenige Stunden vor dem Spiel hatte er sich auch mit seinem Bruder Mischa, ebenfalls Linkshänder, zur Vorbereitung eingeschlagen.Zverevs Perspektive bei den US Open wird immer besserDie Chance auf den zweiten Grand-Slam-Titel wird für den Sieger von Roland Garros dabei auch aufgrund der schwächelnden Konkurrenz immer größer. Am Samstag verabschiedeten sich sein amerikanischer Angstgegner Taylor Fritz und French-Open-Finalgegner Flavio Cobolli aus Italien als nächste Titelanwärter aus dem Turnier. Zuvor waren auch der an Nummer drei gesetzte Félix Auger-Aliassime aus Kanada und Novak Djokovic früh gescheitert. Zudem fehlt Jannik Sinner als Weltranglistenerster verletzt.Den Gedanken an den vermeintlich leichten Weg zum zweiten Grand-Slam-Titel wies der French-Open-Sieger nach dem Achtelfinaleinzug aber weit von sich. „Hier sind immer noch sehr, sehr gute Spieler dabei“, betonte der 29-Jährige nach dem klaren 6:2, 7:6 (7:2), 6:2 über den Chilenen Alejandro Tabilo. „Hier haben wir Carlos Alcaraz im Draw, hier haben wir einen sehr starken Ben Shelton im Draw, andere Spieler haben besser gespielt als ich in den letzten Wochen.“Lesen Sie auchAls bestplatzierter möglicher Gegner auf dem angestrebten Weg ins Finale ist der Weltranglisten-15. Learner Tien aus den USA verblieben. Eine Situation, die frappierend an die French Open und Zverevs ersten Grand-Slam-Triumph erinnert. Von einer Parallele wollte er aber nichts wissen: „In Paris war es wirklich so, dass ich die Turniere vorher gegen niemanden verloren habe außer gegen Jannik Sinner und dann war er plötzlich raus.“ Auf die von ihm genannten Alcaraz und Shelton kann er nun allerdings frühestens im Finale treffen.Lesen Sie auchDa die Amerikanerin Iva Jovic für ihren Drei-Satz-Sieg über Alexandra Eala von den Philippinen zuvor mehr als drei Stunden gebraucht hatte, betrat Zverev erst um 22.35 Uhr den Platz. Die nächste lange Nachtschicht drohte. Seine beiden bisherigen Siege in diesem Turnier hatte er um 1.55 Uhr und 2.15 Uhr beendet. Für die ersten beiden Siege beim Grand-Slam-Turnier in New York hatte Zverev insgesamt noch neuneinhalb Stunden gebraucht.Nun sparte er wertvolle Energie für das Achtelfinale. „Mein Coach war ziemlich klug: Er hat mir erklärt, dass ein Best-of-Five-Match nicht bedeutet, dass man auch fünf Sätze spielen muss“, scherzte Zverev im Interview mit Andrea Petkovic auf dem Platz voller Selbstironie. „Das wusste ich bis heute nicht.“Zverev legte rasant los. Schon nach einer guten Viertelstunde und zwei Breaks hieß es 3:0. In nur 38 Minuten sicherte er sich den ersten Satz. Dabei machte der 1,98 Meter große Spieler kaum Fehler und konnte sich zudem auf seinen starken Aufschlag verlassen. Wenn er das erste Service ins Feld brachte, gewann er jeden Punkt.Chilenische Fans feuern Tabilo vergeblich anSein Gegner Tabilo wirkte im größten Tennisstadion der Welt hingegen komplett überfordert. Der Weltranglisten-28. kam kaum ins Spiel, kassierte auch im zweiten Satz das schnelle Break zum 1:2. Einige Fans versuchten, von den oberen Tribünenrängen mit „Chi-Chi-Chi-Le-Le-Le, viva Chile“-Rufen für Stimmung zu sorgen.Lange war die Partie jedoch zu einseitig, um große Atmosphäre zu schaffen. Erst gegen Ende des zweiten Durchgangs fing Zverev an, zu schwächeln, erlaubte sich einen Doppelfehler und gab direkt seinen Aufschlag ab. Es ging hin und her, Zverev wehrte zwei Satzbälle ab. Im Tie-Break leistete sich jedoch Außenseiter Tabilo zu viele Fehler und lag mit 0:2 Sätzen hinten.Genervt von eigenen Fehlern leistete sich Zverev in der Anfangsphase des dritten Durchgangs den Schlägerwurf als Aussetzer. Der Sieg geriet jedoch nie in Gefahr – spätestens nach dem Break zum 4:2 war die Gegenwehr Tabilos gebrochen. Als einziger männlicher Tennisspieler dieses Jahr stand Zverev damit bei jedem der vier Grand-Slam-Turniere mindestens im Achtelfinale – das Ziel in New York ist jedoch ein anderes.pk/dpa
US Open: Wütend schleudert Zverev den Schläger an die Wand, dann wird es versöhnlich - WELT
Alexander Zverev ist ins Achtelfinale der US Open eingezogen. Der Frust spielt beim deutschen Tennisstar zwar mit. Immerhin aber kann er gegen den Chilenen Tabilo ein Muster durchbrechen.














