Sollte die AfD nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt an die Regierung kommen, könnte dies nach den Worten der Chefin der Wirtschaftsweisen, Monika Schnitzer, dringend benötigte Fachkräfte abschrecken und somit schwere wirtschaftliche Folgen haben.»Angesichts des Wahlprogramms ist zu erwarten, dass bei einer Regierungsübernahme der AfD das Bundesland als Standort für Fachkräfte und Unternehmen deutlich an Attraktivität verlieren würde«, sagte Schnitzer dem »Kölner Stadt-Anzeiger«.

Wirtschaftsweise Monika Schnitzer: »Ohne ausreichend Fachkräfte bleiben dringend benötigte Investitionen aus«

Die Münchner Ökonomieprofessorin wies darauf hin, dass in Sachsen-Anhalt in den nächsten Jahren viele Arbeitskräfte in Rente gehen. »Ohne Zuzug von außen werden deshalb bald viele Fachkräfte fehlen. Und ohne ausreichend Fachkräfte bleiben dringend benötigte Investitionen aus«, warnte Schnitzer.Wirtschaftslage und Arbeitslosigkeit die wichtigsten ProblemeTatsächlich hadern viele Menschen in Sachsen-Anhalt mit der wirtschaftlichen Lage in ihrer Heimat. Ein Blick in die Statistiken zeigt, dass dieses Gefühl oft berechtigt ist. Das Bundesland ist vorwiegend ländlich geprägt; große Konzernzentralen gibt es nicht, dafür viele Mittelständler. Doch in einigen Disziplinen ist Sachsen-Anhalt auch Spitzenreiter.