Wo heute die Mall of Berlin zu finden ist, stand bis zum Zweiten Weltkrieg Europas größter Einkaufstempel: das Warenhaus Wertheim am Leipziger Platz. Mit 70.000 Quadratmetern Verkaufsfläche konkurrierte dieser Palast des Konsums damals etwa mit dem KaDeWe. Heute befindet sich dort das langweiligste und uninspirierendste Kaufhaus seit dem Alexa.
Neben der Größe war es vor allem die Gestaltung im Warenhaus Wertheim, die Wettbewerber erbleichen ließ: die Besucher konnten in einem der vielen Lichthöfe stöbern, umgeben von feinsten Marmorintarsien, Wandgemälden und Vertäfelungen aus Nussbaumholz. „Palast des Konsums“ war also nicht nur eine journalistische Periphrase und die Anmutung des Ortes nicht nur groß, sondern von legendärem Format.
Das Warenhaus Wertheim am Leipziger Platz wurde zwischen 1896 und 1906 erbaut.
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Nach Bombentreffern im Krieg war der Bau dann zerstört. Die DDR enteignete die Überreste, und von 1991 bis 2005 tanzte Berlin in den übrig gebliebenen Tresorräumen im berühmten Techno-Club „Tresor“.







