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Es ist Samstagvormittag, die kleinen Straßen des 6.000-Einwohner-Städtchens sind fast menschenleer. Nur auf dem Platz vor dem in die Jahre gekommenen Promenadenkaufhaus ist etwas los: rote Hüpfburg, Torwandschießen, Bratwurst, Basteln. Eine Schülerband spielt, die Kirchengemeinde verkauft Kaffee und Limonade. Menschen sitzen unter Sonnenschirmen, grüßen Bekannte.
Es sieht aus wie ein gewöhnliches Straßenfest, doch es ist eine Reaktion auf die AfD. Darauf, dass die Partei im ländlichen Sachsen-Anhalt seit Jahren auch mit Grillwürsten und Freibier Präsenz zeigt. Das Fest in Osterburg ist in gewisser Weise der Versuch, die AfD mit ihren eigenen Waffen zu schlagen.
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