Seit Jahren wird in Europa auch auf deutsche Initiative hin über Abschiebezentren in Drittstaaten diskutiert. Dänemark nennt nun einen möglichen Zeitpunkt. Bundesinnenminister Dobrindt besteht weiter auf einer Vereinbarung noch in diesem Jahr.

05.09.2026, 08.38 Uhr

Ministertreffen in Kopenhagen

Dänemark will bereits im kommenden Jahr erste Migranten in Abschiebezentren außerhalb der Europäischen Union unterbringen. Aus dänischer Sicht gehe man davon aus, »dass wir im Laufe des Jahres 2027 bereit sein werden, die ersten irregulären Migranten in ein Partnerland außerhalb der Europäischen Union zu überführen«, sagte der dänische Minister für Migration und Integration, Morten Bødskov, nach einem Treffen der Arbeitsgruppe um Deutschland und andere EU-Länder.

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hofft indes weiter auf eine Vereinbarung mit Drittstaaten noch in diesem Jahr.Dobrindt: »enorm wichtiges Treffen«In die geplanten Abschiebezentren – auch »Return Hubs« genannt – sollen vollziehbar ausreisepflichtige Personen kommen, die nicht in ihre Herkunftsländer zurückgebracht werden können – etwa weil das Heimatland sich weigert, sie zurückzunehmen. Deutschland treibt das Vorhaben bereits seit Längerem gemeinsam mit Österreich, Dänemark, Griechenland und den Niederlanden voran.