Eine russische Drohne hat das Hauptgebäude des ukrainischen Geheimdienstes SBU im Zentrum der Hauptstadt Kyjiw angegriffen.»Die Drohne zielte direkt auf das Arbeitszimmer des SBU-Leiters in diesem Gebäude«, teilte Präsident Wolodymyr Selenskyj bei Telegram mit . Der Staatschef gab demnach SBU-Chef Olexander Poklad Anweisung, Russland »spiegelbildlich« auf diesen Schlag zu antworten.

Angaben der Stadtverwaltung zufolge gab es bei dem Angriff mindestens fünf Verletzte, später wurde die Zahl auf mindestens zwölf hochgesetzt. Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichteten von mehreren Krankenwagen nahe dem Gebäude im Zentrum der Hauptstadt. Dort stieg dichter schwarzer Rauch auf.Der SBU bestätigte in einer Mitteilung die Schäden. Diese würden nun repariert. »Und die Russen erhalten eine schmerzhafte Antwort auf ihre Angriffe – noch mehr Geheimoperationen, offengelegte Agentennetze und vernichtete Feinde«, hieß es auf Telegram.

Außenminister spricht von »erheblicher Eskalation«Der Drohneneinschlag hatte nach Angaben der Museumsverwaltung auch Auswirkungen auf die zum Unesco-Weltkulturerbe zählende Sophienkathedrale. Demnach zersplitterten in einem aus dem 18. Jahrhundert stammenden Verwaltungsgebäude die Fensterscheiben. Andere Gebäude des Museumskomplexes seien nicht in Mitleidenschaft gezogen worden.Außenminister Andrij Sybiha bezeichnete den Angriff auf der Plattform X auch deshalb als eine »erhebliche Eskalation«. Er forderte die Unesco zu einer Reaktion auf. Die UN-Organisation solle ihre Anstrengungen zum Schutz des gefährdeten ukrainischen Erbes erhöhen.