PfadnavigationHomePanoramaKriminalitätEin Toter, Polizisten verletzt32 Mordverdächtige nach bewaffnetem Angriff in niederländischem DorfStand: 04.09.2026Lesedauer: 2 MinutenPolizisten sichern nach dem tödlichen Angriff den Tatort in OverasseltQuelle: Avcam/Presseagentur Heitink/ANP/dpaMit Kalaschnikows bewaffnete Männer sollen in Overasselt bei Nimwegen einen Mann getötet und zwei Polizisten schwer verletzt haben. Hintergrund der Gewalt ist ein Konflikt von Drogenbanden.GoogleKlicken Sie hier, um sich Artikel von WELT in der Google-Suche bevorzugt anzeigen zu lassen.Jetzt aktivierenNach dem tödlichen Gewaltakt im niederländischen Dorf Overasselt nahe der deutschen Grenze stehen 32 Personen unter Mordverdacht. Sie werden dem Haftrichter vorgeführt. Alle Verdächtigen würden vorerst als Bande beschuldigt, teilte die Staatsanwaltschaft mit.Am Dienstagmorgen gegen 4.00 Uhr waren mehr als 30 vermummte und zum Teil schwer bewaffnete Personen zu einem Haus gezogen. Dort wurde im Anschluss ein Personenschützer ermordet. Zwei Polizisten erlitten schwere Verletzungen. Spezialeinheiten der Polizei machten anschließend stundenlang Jagd auf die Verdächtigen. Das Dorf bei Nimwegen wurde abgeriegelt.34 Personen wurden nach Angaben der Polizei festgenommen und zahlreiche Waffen beschlagnahmt, darunter Kalaschnikows. Zwei Personen wurden vorläufig freigelassen. Die Attacke schockierte die Niederländer und wurde von Politikern verurteilt.Mutmaßlicher Drogenkrimineller im Visier der BandeHintergrund der Gewalt ist nach Medienberichten ein Konflikt von Drogenbanden um eine Lieferung von Kokain. Ziel des Anschlages soll der 28 Jahre alte Jan G. sein, der in dem Haus in dem Dorf gemeinsam mit seiner Familie wohnt. Er war in diesem Jahr wegen Drogendelikten zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren verurteilt worden. Die Berufung durfte er in Freiheit abwarten.Das Haus war bereits zweimal Ziel eines Anschlages gewesen. Nun darf auf Behördenanordnung hin ein Jahr lang niemand dort wohnen.Lesen Sie auchDie Verdächtigen sind nach Angaben der Staatsanwaltschaft zwischen 16 und 32 Jahre alt. 16 kommen aus Frankreich, 11 sind Niederländer, zwei Algerier, einer stammt aus Libyen, einer aus der Ukraine und einer aus Belgien. Sie stehen auch unter Verdacht des Mordversuches in Bezug auf die beiden Polizisten beziehungsweise der Beihilfe dazu, sowie der versuchten Freiheitsberaubung.dpa/ceb