John Malkovich ist ein Schauspieler, dem Genie bisweilen etwas zu selbstverständlich unterstellt wird. Dann landet er in europäischen Ausstattungsfilmen, in denen er für den Maler Klimt gebraucht wird, oder er macht den Psychopathen in einem amerikanischen Thriller mit Clint Eastwood. Wie alle Großen seines Fachs ist er darauf angewiesen, dass ab und zu jemand auftaucht, der wirklich etwas mit ihm anfangen kann, wie das etwa bei dem Deutschen Robert Schwentke mit seinem kühnen „Seneca“ (2023) war und natürlich bei Charlie Kaufman, der das Drehbuch zu „Being John Malkovich“ (1999) schrieb, einem Film, der in Teilen im Inneren des Stars spielt, in dessen Synapsen – jedenfalls sollen wir uns das so vorstellen.