Dass ein Unternehmen ein neues KI-Modell ankündigt, dessen Leistungsfähigkeit hinter der des Vorgängers liegt, kommt – wenn überhaupt – nur selten vor. Insofern verwundert es auch nicht, dass OpenAI bei der Vorstellung des neuen GPT-6 Astra vom “intelligentesten” Modell der Welt schreibt, das “am besten auf menschliche Ziele” abgestimmt sei. OpenAI-Präsident Greg Brockman wähnt die Menschheit sogar im Zeitalter, der allgemeinen Künstlichen Intelligenz (oder AGI) angekommen, wie Wired berichtet. Der Begriff beschreibt, grob gesagt, einen Zustand in der KI-Entwicklung, in der Chatbots und Agenten Aufgaben auf menschlichem Niveau verstehen und abarbeiten.Anzeige
Entsprechend soll das neue Modell seinen menschlichen Nutzer:innen mehr und mehr Aufgaben abnehmen. OpenAI verspricht etwa, dass Astra selbstständig Online-Formulare ausfüllen, Kundendaten aktualisieren, Dashboards erstellen, und beim Aufspüren von Sicherheitslecks oder bei der Spieleentwicklung unterstützen kann. Viele dieser Tasks dürften vor allem für Unternehmen interessant sein. Die wiederum dürften sich fragen: Wie steht es eigentlich um die Sicherheit von Astra?
Schließlich hatten OpenAI-Agenten erst im Juli 2026 im Rahmen von Sicherheitstests die Prompts von Sicherheitsforscher:innen des KI-Labors allzu aggressiv verfolgt. So aggressiv, dass sie aus ihrer Sandbox ausgebrochen waren und im Namen der Effizienz bei der Suche nach Antworten im Anschluss die Plattform Hugging Face angegriffen hatten. Was also, wenn ein Astra-Agent beschließt, dass der effizienteste Weg zum Ziel nicht das Aktualisieren, sondern das Löschen von Kundendaten ist?Anzeige










