Die italienische Ministerpräsidentin ist länger im Amt als jeder ihrer Vorgänger nach dem Zweiten Weltkrieg. Ihr Geschenk: neue Pläne zur Wahlrechtsreform.
Giorgia Meloni: länger als sie hat seit der italienischen Einigung im Jahr 1861 nur Diktator Mussolini regiert
Oliver Weiken/dpa
Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni lädt zur Party ein. Am Freitagabend will sie in Bari rund 10.000 Anhänger*innen versammeln, um einen Rekord zu feiern. Denn dann ist ihre Regierung seit 1.413 Tagen im Amt – und wird damit die langlebigste Regierung Italiens seit dem Zweiten Weltkrieg. Silvio Berlusconis zweites Kabinett, das von 2001 bis 2005 hielt, hat sie dann überholt.
In einem Land, das seit Gründung der gegenwärtigen Republik im Jahr 1946 insgesamt 68 Regierungen mit einer durchschnittlichen Lebensdauer von 14 Monaten am Ruder gesehen hat, ist das durchaus eine bemerkenswerte Leistung. Im September 2022 gewann Giorgia Meloni die Wahlen und leistete dann am 22. Oktober ihren Amtseid als Ministerpräsidentin.











