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»Nicht lesen, verkaufen!«, ruft Ledio Albani. Der Verleger, Ende dreißig und im schwarzen Slim-Fit-Anzug mit Einstecktuch, blickt streng hinüber in die Ecke, wo ein junger Mann, es ist der Autor Sebastian Schwaerzel, mit E-Zigarette im Mund liest und qualmt. Der trägt eine schwarze Lederjacke, Sonnenbrille und ist in ein kleines Büchlein vertieft, das er hier – wir befinden uns auf der Leipziger Buchmesse im März 2026 – wohl irgendwo erstanden hat. »Der Koran ist schon krass«, sagt er fasziniert zu einer Kollegin. Sie ist ebenfalls recht jung, vielleicht achtzehn oder neunzehn, und trägt Baggy-Hosen und Militärstiefel. »Gerade das prophetische Präteritum ist ziemlich cool«, antwortet sie abgeklärt, »man verwendet eine Vergangenheitsform für etwas, das in der Zukunft liegt, weil man so sicher ist, dass es eintrifft.« Schwaerzel nickt: »Nahe gekommen ist den Menschen ihre Abrechnung.«

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