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In der Reihe »Die Pflichtverteidigung« ergreifen wir das Wort für Personen, Tiere, Dinge oder Gewohnheiten, die von vielen kritisiert und abgelehnt werden. Dieser Artikel ist Teil von ZEIT am Wochenende, Ausgabe 32/2026.
Als Teenager waren Hobbys für das soziale Ansehen entscheidend. Eine Vier in Mathe? Schnell vergessen. Sagen, dass man in seiner Freizeit am liebsten strickt? Stand später noch in der Abizeitung. Die Bewertung der anderen Jugendlichen konnte erbarmungslos sein. Schwimmen war bei Jungs cool, bei Mädchen so na ja, weil man vom Training angeblich breite Schultern bekam. Freunde treffen? Ein bisschen langweilig, aber okay. Und lesen? Definitiv langweilig. Auf einem Pausenhof, den Gespräche über FSK-16-Serien wie Breaking Bad oder die Sexkomödie American Pie dominierten, war Lesen weder cool noch edgy, vielleicht sogar an der Grenze zu sonderbar.







