VW-Stammwerk in Wolfsburg: Lage »mehr als kritisch«
Das Kontrollgremium von Europas größtem Autobauer hat sich überraschend bereits am Donnerstagabend auf weite Teile des Zukunftsplans 2030 des Vorstands um Konzernchef Oliver Blume verständigt. Die Aufseher stimmten dem Paket einstimmig zu, wie das Unternehmen mitteilte.
Noch wenige Stunden zuvor war offen, ob die VW-Aufseher überhaupt eine gemeinsame Linie finden würden. Die Arbeitnehmervertreter und das Land Niedersachsen hatten Widerstand angekündigt. Medienberichten zufolge soll sich das Management sogar darauf vorbereitet haben, bei einer Ablehnung des Pakets eine außerordentliche Hauptversammlung einzuberufen. Dann hätten die Aktionäre über die Sparpläne abstimmen müssen.
Doch so weit ist es nicht gekommen. Nun steht eine weitreichende Einigung. »Das ist ein starkes Signal für die Zukunft«, teilte Blume mit. Der Manager hat nun ein Mandat für das »strategisch tiefgreifendste Transformationsprogramm« in der Geschichte des Volkswagen-Konzerns. Alle Punkte hat der Manager aber noch nicht durchbekommen. Eine Übersicht:
50.000 Stellen auf der KippeEiner der folgenreichsten Punkte betrifft die Beschäftigung. Weltweit sollen rund 50.000 weitere Stellen wegfallen – darunter auch Management-Posten. Diese Anpassung der weltweiten Personalkapazitäten sei nötig, um die Ziele des Transformationsprogramms zu erreichen. Eine genaue Aufteilung auf Marken, Länder und Standorte nannte der Konzern zunächst nicht.











