Im Streit um die Falklandinseln hat Argentiniens Präsident Javier Milei die Einrichtung einer Militärbasis auf Feuerland angekündigt. Außerdem drohte der libertäre Staatschef mit Sanktionen gegen Firmen, die ohne Erlaubnis der argentinischen Regierung die Gewässer um jene Inselgruppe im Südatlantik wirtschaftlich ausbeuten wollen, die seit 1833 ein britisches Überseegebiet ist. »Wir werden alle diplomatischen, wirtschaftlichen und rechtlichen Mittel des Staates einsetzen, um staatliche und nicht staatliche Akteure abzuschrecken, die unsere Souveränität verletzen«, sagte Milei in einer TV-Ansprache.

Rückenwind durch TrumpMileis Erklärung erfolgte wenige Tage nachdem US-Präsident Donald Trump die bisherige Haltung der Vereinigten Staaten zu dem jahrzehntealten Streit zwischen Argentinien und Großbritannien um die Inseln infrage gestellt hatte. »Ich überprüfe stets jede Position«, sagte Trump Reportern im Weißen Haus. Die USA vertreten offiziell eine neutrale Haltung, haben bislang de facto aber die britische Verwaltung auf dem Archipel anerkannt.

Vom britischen Sender GB News befragt, ob er dem Vereinigten Königreich in einem neuen Konfliktfall zu Hilfe käme, antwortete Trump ausweichend. Er beklagte sich stattdessen, dass die Briten ihn im Irankrieg nicht unterstützt hätten.1982 war es zwischen Argentinien und Großbritannien zu einem Krieg mit Hunderten Toten auf den Inseln gekommen. Die USA unterstützten die Briten, die sich militärisch durchsetzten und die argentinischen Angreifer von dem dünn besiedelten Überseegebiet vertreiben konnten. Argentinien beharrt weiter auf seinem Anspruch auf die Malvinas, wie die Inseln in Argentinien genannt werden.