Nach dem Anschlag auf das Umspannwerk bei Jänschwalde erreicht die taz ein Bekennerschreiben. Ist es authentisch? Das lässt sich nicht zweifelsfrei klären.
Einsatzkräfte der Polizei durchsuchen die Umgebung des Tatorts nahe dem Umspannwerk Jänschwalde
Frank Hammerschmidt/dpa
Nach dem Anschlag am Umspannwerk Turnow-Preilack nahe Jänschwalde in Südbrandenburg hat die taz ein Bekennerschreiben erreicht. Dieses wurde laut Poststempel in Nordrhein-Westfalen abgeschickt. In dem Schreiben bekennt sich ein Einzeltäter zu der Tat und beschreibt detailliert die verwendeten Selbstbauraketen. „Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen ist ein Verbrechen, das unsägliches Leid nach sich zieht“, heißt es darin. Dieses Leid wolle er abwenden oder vermindern.
Das Bekennerschreiben ist handschriftlich verfasst und enthält Angaben zum vermeintlichen Absender – das ist für solche Schreiben sehr ungewöhnlich. Der Verfasser ist demnach ein Mann aus Nordrhein-Westfalen. Die taz hat an der Adresse vorerst nur ein anderes Familienmitglied angetroffen. Die Person gab an, keine Kenntnis von der Tat und dem aktuellen Aufenthaltsort des Mannes zu haben, erkannte die Handschrift aber als die des Angehörigen. Ein weiteres nahes Familienmitglied wollte sich nicht äußern.










