PfadnavigationHomePanoramaKriminalitätGetöteter 8-JährigerKinder sagen aus, Fabian zur mutmaßlichen Tatzeit noch gesehen zu habenStand: 03.09.2026Lesedauer: 2 MinutenDie Angeklagte hält sich einen roten Ordner vors GesichtQuelle: Danny Gohlke/dpaNeue Aussagen im Prozess um den Tod des achtjährigen Fabian widersprechen den Ermittlungen. Mehrere Kinder berichten vor Gericht, den Jungen zur mutmaßlichen Tatzeit noch in Güstrow gesehen zu haben.GoogleKlicken Sie hier, um sich Artikel von WELT in der Google-Suche bevorzugt anzeigen zu lassen.Jetzt aktivierenIm Prozess um den gewaltsamen Tod des kleinen Fabian aus Güstrow haben auf Antrag der Verteidigung der Angeklagten drei Kinder als Zeugen ausgesagt, den Jungen zur mutmaßlichen Tatzeit in der Stadt gesehen zu haben. Er sei auf dem Fahrrad unterwegs gewesen, sagte ein Mitschüler Fabians in einer Videobefragung. Demnach sind sie sich am frühen Nachmittag zweimal begegnet – zu der Zeit soll Fabian nach Ansicht der Staatsanwaltschaft schon tot gewesen sein. Ein zweiter Zeuge bestätigte das erste Treffen.Vor Gericht steht die 30-jährige Angeklagte Gina H.. Sie soll den achtjährigen Fabian laut Staatsanwaltschaft am 10. Oktober 2025 aus seiner Wohnung in Güstrow gelockt und dann an einem Teich bei Klein Upahl, etwa 15 Kilometer südlich der Kleinstadt, erstochen und den Leichnam anschließend in Brand gesetzt haben. Das Motiv soll mit dem Verhältnis der Angeklagten zu Fabians Vater und dem zeitweisen Ende dieser Beziehung zusammenhängen. Die Angeklagte streitet eine Beteiligung an der Tat ab.Lesen Sie auchDie Mitschüler meinten, sich an eine kurze Begrüßung mit Fabian erinnern zu können. „Er hat auch zurück ‚Hallo’ gesagt“, teilte eins der Kinder dem Gericht mit. Demnach war Fabian mit Pullover und Jogginghose bekleidet. Weitere Einzelheiten zu Kleidung und dem Fahrrad des Opfers hatten sie nicht mehr im Kopf. Der erste Zeuge konnte zudem nicht mehr mit absoluter Gewissheit sagen, ob das Treffen tatsächlich am 10. Oktober oder bereits einen Tag früher stattgefunden hatte.Auch ein Nachbarmädchen sagte als Zeugin aus. Sie will gesehen haben, wie der Junge am mutmaßlichen Tag der Ermordung von zwei Männern verfolgt worden sei. Sie habe Fabian am 10. Oktober zwischen 14 und 15 Uhr „direkt vor meiner Haustür, also schräg gegenüber auf der anderen Straßenseite gesehen“, gab die Zeugin in der Videobefragung zu Protokoll. Zwei schwarz gekleidete Männer seien ihm gefolgt.Fabian habe sich mehrfach umgedreht, sei immer schneller gegangen und in eine Nebenstraße eingebogen, sagte sie. Laut der Augenzeugin war der Junge zu der Zeit zu Fuß unterwegs. Zuvor hatten zwei Mitschüler ausgesagt, ihn gut eine Stunde vorher mit dem Fahrrad in der Stadt gesehen zu haben. Auch beschrieb sie Fabians Kleidung anders als ein vorheriger Zeuge, der ihn im Pullover gesehen haben wollte. Ihren Angaben nach war Fabian mit einer Jacke bekleidet. Das Mädchen kannte Fabian nur vom Sehen her.dpa/jm
Prozess um Mord an Fabian (8): Kinder sagen aus, den Jungen zur mutmaßlichen Tatzeit noch gesehen zu haben - WELT
Neue Aussagen im Prozess um den Tod des achtjährigen Fabian widersprechen den Ermittlungen. Mehrere Kinder berichten vor Gericht, den Jungen zur mutmaßlichen Tatzeit noch in Güstrow gesehen zu haben.






