Keine EZB-Präsidentin : EZB-Direktorin Schnabel könnte zum IWF wechseln03.09.2026, 13:24Lesezeit: 2 Min.Isabel Schnabel war zwischenzeitlich als mögliche Nachfolgerin von EZB-Präsidentin Christine Lagarde gehandelt worden. Jetzt strebt sie offenbar eine Position beim Währungsfonds an.Isabel Schnabel scheint aus dem Rennen um die Nachfolge für Christine Lagarde, die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), ausgeschieden zu sein. Das EZB-Direktoriumsmitglied hat sich um die Leitung der Abteilung Märkte beim Internationalen Währungsfonds (IWF) beworben. Ein entsprechender Bericht des „Handelsblatts“ scheint zu stimmen, auch wenn die EZB den Vorgang auf Anfrage nicht kommentieren wollte. Endgültig entschieden ist aber offenbar noch nicht, ob sie den Posten überhaupt bekommt, es handelt sich um ein offenes Bewerbungsverfahren.Seit Monaten wird spekuliert, wer Lagarde nachfolgt, wenn die EZB-Präsidentin ausscheidet. Regulär geht ihre Amtszeit bis Oktober nächsten Jahres. Es ist aber ein offenes Geheimnis, dass der Wechsel vorzeitig erfolgen soll.Zwei deutsche KandidatenAus Deutschland hatten zeitweise gleich zwei Kandidaten zur Liste der möglichen Nachfolger gehört, über die spekuliert wurde. Neben Bundesbankpräsident Joachim Nagel war das Schnabel gewesen. Sie selbst hatte entsprechende Spekulationen beflügelt, indem sie in einem Interview gesagt hatte: „Wenn man mich fragt, stehe ich bereit.“In den Umfragen der Nachrichtenagentur Bloomberg unter EZB-Beobachtern hatte Schnabel zuletzt nicht zu den Favoriten gehört. Auf den ersten Plätzen wurden der frühere spanische Notenbankchef Pablo Hernández de Cos und der ehemalige Notenbankchef der Niederlande, Klaas Knot, genannt. Lagarde hatte mal Präferenzen für Knot erkennen lassen. Aus Berlin hieß es, de Cos, der im Moment bei der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) tätig ist, habe die besten Chancen.Ob es jetzt mal an der Zeit wäre, dass jemand aus Deutschland EZB-Präsident wird, scheint selbst in der Bundesregierung umstritten zu sein. Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) wurde eine gewisse Unterstützung für den ebenfalls der SPD angehörigen Nagel nachgesagt. Von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) wurde kolportiert, er sehe keine Chancen für Deutschland, diesen Posten zu bekommen, solange Ursula von der Leyen (ebenfalls CDU) die EU-Kommissionspräsidentin sei.