Stand: 03.09.2026 • 13:06 Uhr
Die deutschen Gasspeicher sind so leer wie nie um diese Zeit. Auch darum werden LNG-Lieferungen immer wichtiger. Doch das Flüssiggas kommt vor allem aus den USA. Ist das ein Risiko?
Eigentlich war das Thema Gasversorgung zuletzt in den Hintergrund gerückt. Immerhin haben nach dem Preisschock infolge des Ukraine-Kriegs und der ausgefallenen Lieferungen aus Russland neu gebaute LNG-Terminals an den Küsten die Gasversorgung hierzulande sichergestellt. Doch nun rückt das Thema wieder in den Fokus. Denn trotz der Maßnahmen in den vergangenen Jahren sind die Gasspeicher aktuell leerer, als sie um diese Jahreszeit sein sollten.
Die Speicher sind laut Bundesnetzagentur derzeit nur zu etwas mehr als 50 Prozent gefüllt - zu wenig, um den Bedarf daraus zu decken, erklärte Klaus Müller, Chef der Bundesnetzagentur, jüngst in einem Interview mit der ZEIT: "Ein Füllstand von 50 Prozent entspricht rund 123 Terawattstunden", vergangenen Winter habe der "Verbrauch Deutschlands nur aus den Speichern etwa bei 135 Terawattstunden" gelegen.
Im Klartext heißt das also: Die Vorräte reichen nicht und die Bedeutung von Gasimporten dürfte in den kommenden Monaten immer wichtiger werden. Immerhin steht die Heizperiode bevor.







