Das NBA-Team von Steve Ballmer (70), dem ehemaligen CEO von Microsoft, ist wegen Gehalts-Schummeleien bei seinem früheren Topstar Kawhi Leonard (35) von der Basketballliga hart bestraft worden. Die Los Angeles Clippers müssen fünf Erstrundenpicks abgeben, weil sie mit Sonderzahlungen an Leonard durch mehrere externe Sponsoren beziehungsweise Geschäftspartner die Gehaltsobergrenze umgangen haben. Zudem muss das Team eine Rekordstrafe von 30 Millionen Dollar (knapp 26 Millionen Euro) zahlen, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet.
Erstrundenpicks sind Auswahlrechte in der ersten Runde des jährlichen NBA-Drafts. Dabei wählen die NBA-Teams junge Talente aus dem College, aus internationalen Ligen oder anderen Nachwuchsprogrammen aus. Die Reihenfolge richtet sich überwiegend nach der sportlichen Bilanz in der Vorsaison: Schlechtere NBA-Teams erhalten grundsätzlich frühere – und damit meist wertvollere – Auswahlrechte. Die NBA entzieht den Clippers nun jeweils ein Auswahlrecht in der ersten Draft-Runde der Jahre 2029 bis 2033 – was den nötigen Neuaufbau des Teams immens erschweren dürfte.
Ballmer mit einjähriger Sperre belegtBallmer kam 1980 zu Microsoft und war von 2000 bis 2014 CEO des Softwarekonzerns. Sein Vermögen wird von „Forbes“ auf 155 Milliarden Dollar geschätzt, damit gehört er zu den reichsten Menschen der Welt. Im Jahr 2014 kaufte er die Los Angeles Clippers für zwei Milliarden Dollar, damals ein Rekordpreis für ein NBA-Team.Die NBA bestrafte ihn nun im Zusammenhang mit den Gehalts-Tricks mit einer einjährigen Sperre für alle Basketball- und Teamaktivitäten, als sehr engagierten Teambesitzer dürfte ihn das schwer treffen. Neben ihm wurden auch die beiden Clippers-Präsidenten Gillian Zucker (ein Jahr) und Lawrence Frank (sechs Monate) gesperrt.










