Mit den Hafenarbeitern ist es ein wenig wie mit den Fluglotsen, Piloten oder Lokführern: Sie sind nur eine vergleichsweise kleine Gruppe, aber ihre wirtschaftliche Macht, die ist gewaltig. Ohne sie geht in den Häfen so gut wie nichts mehr, Container werden nicht gelöscht, Autoteile, Turnschuhe oder dringend benötigte Rohstoffe bleiben an Bord. Wenn sie streiken, gerät die trotz aller Krisen oft noch immer auf Just-in-Time-Lieferungen eingestellte deutsche Industrie schnell aus dem Takt.
Die Hafenarbeiter sind sich ihres Einflusses durchaus bewusst – und verlangen in der aktuellen Tarifrunde satte 8,2 Prozent mehr Lohn. Die Arbeitgeber wollen aber nur 5,1 Prozent drauflegen. Deshalb erhöht die Gewerkschaft Ver.di nun den Druck und hat die Beschäftigten in Hamburg, Niedersachsen und Bremen erneut zum Warnstreik aufgerufen .Demonstrationen in Hamburg und Bremerhaven geplantAllein in Hamburg sind Hafenarbeiterinnen und Hafenarbeiter von mehr als einem Dutzend Betrieben zum Ausstand aufgerufen, darunter die Beschäftigten der HHLA-Containerterminals Altenwerder, Burchardkai und Tollerort sowie die Beschäftigten des Containerterminals Eurogate und der Gesamthafenbetriebs-Gesellschaft. Sie sollen für insgesamt 48 Stunden die Arbeit niederlegen. Für Freitag ist eine Demonstration geplant. Sie führt nach Gewerkschaftsangaben von 9 Uhr an vom Parkplatz des Containerterminals Burchardkai durch den Hafen.









