Stand: 03.09.2026 • 07:39 Uhr

Mehr als einen Monat nach dem Ansturm auf Ceuta sind Zehntausende Menschen in ganz Spanien auf die Straße gegangen. Ihr Protest richtete sich gegen die Migrationspolitik der Zentralregierung. In einigen Städten gab es auch Gegendemos.

Angesichts der Migrationskrise in Ceuta haben Zehntausende Menschen bei Kundgebungen für die Zugehörigkeit der Nordafrika-Exklave zu Spanien und gegen die aktuelle Migrationspolitik demonstriert. Teilnehmer und Redner warfen der Regierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez eine Beschwichtigungspolitik gegenüber Marokko und mangelnde Hilfe für Ceuta vor.

Die Nationalpolizei trieb laut einem Bericht von "El País" extremistische Gruppierungen, die sich in der Umgebung des Abgeordnetenhauses in Madrid aufhielten, mit Tränengas und Gummigeschossen auseinander. Vier Demonstranten, darunter zwei Minderjährige, wurden demnach wegen Unruhe und Widerstands gegen die Staatsgewalt festgenommen. Zudem seien vier Polizisten verletzt worden.

Nach offiziellen Angaben beteiligten sich rund 50.000 Menschen an der Kundgebung in Madrid, auch in anderen Städten gab es Proteste.