Der Titel dieses Romans ist programmatisch, und das wird gleich zweimal explizit gemacht. Einmal recht früh, nach nicht einmal hundert der fünfhundert Handlungsseiten. Da heißt es über die jüdischen Bewohner von Heimesbach: „Falls sie zurückkamen, dann kamen sie verändert zurück, und wenn man sie ermordet hatte, dann war der Ort der Ort, in dem für immer eine Lücke in der Luft klaffte. Als hätte man der Luft etwas entrissen und deswegen fällt das Atmen vielleicht so schwer, wenn man im Ort spazieren gehen möchte, deswegen vielleicht ist jede Stille eine Behauptung, aber niemand ist so ehrlich und sagt es laut.“
Shida Bazyar: „Die Lücken“ ist für den Deutschen Buchpreis nominiert
Mit ihrem am Donnerstag erscheinenden Roman „Die Lücken“ ist die Schriftstellerin Shida Bazyar für den Deutschen Buchpreis nominiert. Es gibt in diesem Herbst kein eindrucksvolleres Buch.






