Brandenburgs Innenminister Jan Redmann (CDU) hält einen Zusammenhang zwischen den Angriffen auf Stromversorgungsanlagen bei Jänschwalde und Bergheim für wahrscheinlich. »Die Anzeichen verdichten sich, dass beide Attacken Teil eines koordinierten Angriffs auf unsere Energieversorgung sind«, sagte er laut einer Mitteilung seines Ministeriums. »Es ist folgerichtig, dass der Generalbundesanwalt prüft, die Ermittlungen an sich zu ziehen.«Nach dem Angriff auf das Stromnetz in Südbrandenburg gehen die Ermittler davon aus, dass auch die Störung an einem Umspannwerk in Bergheim bei Köln auf verfassungsfeindliche Sabotage zurückgeht. Die Staatsanwaltschaft Köln ermittelt. Unbekannte hätten Kabel über die Oberleitung gebracht und so einen Kurzschluss verursacht, sagte Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU). »Das war Absicht. Wer da rangeht, greift unser Land an.«Die Ermittler sehen Parallelen zu dem Fall in Brandenburg, wo Unbekannte am Dienstagmorgen unweit des Umspannwerks Turnow-Preilack einen Angriff auf die Stromversorgung gestartet hatten. In der Nähe beider Orte wurden nach Angaben der Behörden Abschussvorrichtungen und Pyrotechnik gefunden, die womöglich bereits vor längerer Zeit dort installiert worden waren.CDU-Innenpolitiker sehen die Angriffe als gezielte Versuche der Destabilisierung. »Das sind keine Einzelfälle mehr, das ist eine Serie von Angriffen auf unsere Energieversorgung«, sagte der Vorsitzende des Parlamentarischen Kontrollgremiums, Marc Henrichmann (CDU), der Nachrichtenagentur Reuters. Der CDU-Innenexperte Alexander Throm sieht eine Verbindung zu den anstehenden Landtagswahlen. »Es ist ganz klar das Ziel, die Bevölkerung zu verunsichern«, sagte er.
Brandenburgs Innenminister Jan Redmann vermutet koordinierten Angriff auf Stromversorgung
Ein Angriff bei Jänschwalde, einer bei Bergheim: Die Attacken auf das Stromnetz in zwei Bundesländern hängen laut Brandenburgs Innenminister Redmann wahrscheinlich zusammen. Parteikollegen sprechen von Versuchen der Destabilisierung.












