Das Parlament stimmt dem Öl-Abkommen mit den USA zu. Die Geschäfte leiten soll Millionär Alejandro Betancourt, gegen den wegen Geldwäsche ermittelt wird.

„Weiße raus, Mörder!“ fordert dieser Venezolaner bei einer Demo gegen das Öl-Abkommen Ende August

Pedro Mattey/AP/dpa

Das venezolanische Parlament hat am Dienstag US-Präsident Donald Trumps „größten Öl-Deal der Weltgeschichte“ per Handzeichen durchgewunken – ohne dass die Par­la­men­ta­rie­r*in­nen den kompletten Text des „binationalen Energieträger-Abkommen“, wie es richtig heißt, einsehen konnten. Die Armee signalisierte ebenfalls Zustimmung. Am Abend traf US-Energieminister Chris Wright in Venezuela ein. Er soll am Mittwoch das Abkommen und weitere Ölabkommen unterzeichnen

Am Montag hatte das Weiße Haus außerdem bestätigt, was Medien seit Tagen vermutet hatten: Das Unternehmen North American Blue Energy Partners (Nabep) soll besagten Deal umsetzen. Es gehört dem venezolanischen Millionär Alejandro Betancourt. Gegen den 46-Jährigen ermitteln die Schweiz und Spanien wegen Geldwäsche – basierend auf US-Ermittlungen.